Spezialisten müssen tauchen:

Bombe auf dem Müritzgrund ist aus Beton

Die Müritz scheint viele Geheimnisse zu bergen. Dazu zählt auch Munition. Immer wieder melden Bootsfahrer vermeintliche Funde der Polizei. Die geht der Sache dann im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund. Was wird sie am Donnerstag zu Tage fördern? Nun ist es klar.

Erst im August war der Munitionsbergungsdienst auf der Müritz vor Boek im Einsatz. Nun wurde ein weiterer Gegenstand gesichtet.
Petra Konermann Erst im August war der Munitionsbergungsdienst auf der Müritz vor Boek im Einsatz. Nun wurde ein weiterer Gegenstand gesichtet.

Seit 9.15 Uhr waren an diesem Donnerstag drei Beamte der Wasserschutzpolizei sowie drei Vertreter des Munitionsbergungsdienst auf der Müritz im Einsatz. Ein Sportbootfahrer hatte die Wasserschutzpolizei Mitte September darauf hingewiesen, dass er einen munitionsähnlichen Gegenstand auf dem Gewässerboden gesehen hatte. Der Gegenstand sollte sich in der Mitte des Sees befinden. Dort ist das Wasser etwa zwei Meter tief, weshalb die Männer vom Munitionsbergungsdienst dort tauchen waren.

Die Wasserschutzpolizei gibt inzwischen Entwarnung. Schon gegen 11.20 Uhr war klar, dass die "Munition" nie zünden wird. Bei dem Gegenstand handelt es sich um eine Betonbombe. "Von ihr geht keinerlei Gefahr aus", sagt Jens Zech, Polizeihauptkommissar bei der Wasserschutzpolizeiinspektion. Sie sei total verwachsen hätten die Taucher festgestellt. Betonbomben wurden während des Zweiten Weltkrieges zu Übungszwecken verwendet, damit man das Zielen lernte. Die Bombe sei damals lediglich mit einer Rauchkapsel versehen worden, damit man sehe, wo sie beim Aufprall hinfalle, erläutert Zech. Da von der Betonbombe keine Gefahr ausgehe, bleibe sie auf dem Grund der Müritz liegen. Es werde lediglich ein Vermerk gemacht, an welcher Stelle der Betonklotz liegt.

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