Würzige Pläne zwischen Grünkohl und Kasseler:

Lindner übernimmt Schlosshotel

Das Grünkohlessen in Göhren-Lebbin gibt es seit 14 Jahren. Zum ersten Mal aber in seiner Geschichte mit anderen Vorzeichen: Die neuen Eigentümer des Land Fleeesensee stellten ihre Pläne vor. Und die haben es durchaus in sich.

Präsentierten ihr Konzept: Wolfgang Hilleke, Geschäftsführer Land Fleesensee, Kai Richter und Jörg Lindner von der Fleesensee Holding GmbH (von links).
Petra Konermann Präsentierten ihr Konzept: Wolfgang Hilleke, Geschäftsführer Land Fleesensee, Kai Richter und Jörg Lindner von der Fleesensee Holding GmbH (von links).

Jede Menge Veränderungen – das haben die neuen Eigentümer des Land Fleesensee versprochen, als sie sich beim Grünkohlessen mit Mettenden, Kassler und Kartoffeln am Freitag in Göhren-Lebbin zum ersten Mal einer großen Öffentlichkeit vorstellten. Spitzen aus Politik und Wirtschaft der Müritzregion und des Landes Mecklenburg-Vorpommern waren geladen, um zum 14. Mal gemeinsam zu speisen und um natürlich – jedes Jahr aufs Neue – ihren Grünkohlkönig zu küren. Nach Göhren-Lebbins Bürgermeister Peter Becher (CDU) wurde nun Guido Zöllick,  Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes MV, in das Amt gewählt. Er hat nun ein Jahr Zeit, Spendengelder für einen guten Zweck zu sammeln. Auch unter den Gästen des Grünkohlessens, das seine Würze in diesem Jahr aber vor allem von der Präsentation bekam, mit der die neuen Eigentümer ihre Pläne aufwarteten.

Vieles sei bereits gut im Land Fleesensee, gleichzeitig gebe es auch jede Menge zu verbessern, so Kai Richter von der Fleesensee Holding GmbH. Investitionen zum Beispiel im Robinson Club und im Dorfhotel seien geplant. Das Schlosshotel wolle die Lindner-Holding nun selber betreiben – bis Ende 2015 wird das Schlosshotel von der Radisson-blu-Gruppe betrieben.

Vor allem aber die Vermarktung der gesamten Anlage mit seinen verschiedenen Hotels müsse auf neue und vor allem gemeinsame Füße gestellt werden. In einem so genannten Destination Center sollen alle verschiedenen Angebote des Resorts vermarktet werden. Das Marketing-Budget der Holding wurde kräftig bestückt und liegt nach Angaben Richters vier Mal so hoch wie das des Landes Mecklenburg-Vorpommern insgesamt. Gleichzeitig sollen die Angebote im Land Fleesensee ausgebaut werden – mal wolle sich, so Jörg Lindner, einem jüngeren Publikum zuwenden. Offenbar auch einem sportlichen, denn neben den bekannten Angeboten wie Golf und Tennis solle ein breiteres Angebot entwickelt werden. Und auch an die rund 500 Mitarbeiter des Land Fleesensee haben die neuen Eigentümer gedacht: Sie wollen 100 neue Personalwohnungen in Göhren-Lebbin errichten lassen.

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