Jost Reinhold als Retter in der Not:

Mäzen schenkt dem Penzliner Land zusätzlich 100 000 Euro

Trotz Bestätigung ihrer Haushalte durch den Kreis müssen die Gemeinden im Amt Penzliner Land genau rechnen, um geplante Vorhaben in den Dörfern anpacken zu können. Sind Förderungen in Aussicht, dann fehlen zumeist die Eigenmittel. Darum kommt eine Spende aus der Schweiz gerade zur rechten Zeit.

Mäzen Jost Reinhold spendete dem Amt Penzliner Land zusätzliche 100 000 Euro.
Udo Roll Mäzen Jost Reinhold spendete dem Amt Penzliner Land zusätzliche 100 000 Euro.

Über ein großzügiges Angebot können sich die Gemeinden im Amtsbereich Penzliner Land freuen. Denn Jost Reinhold lässt ihnen in diesem Jahr mit einer einmaligen Zahlung 100 000 Euro zusätzlich zukommen. Und das neben der Einzelförderung von bereits beantragten Projekten. „Diese Gelder können als Eigenmittel für geplante kommunale Vorhaben eingesetzt werden, die sonst keine Realisierung finden“, sagte Thomas Diener während der Amtsausschusssitzung am Donnerstagabend und verwies auf die inzwischen vom Landkreis genehmigten Haushalte, für die es allerdings weitere Sparauflagen gebe. So müsse Möllenhagen immer noch 130 000 Euro einsparen. Angeregt wurde von der Rechtsaufsichtbehörde, die Hebesätze bei Steuern heraufzusetzen, freiwillige Aufgaben zu reduzieren oder Gemeindehäuser zu verkaufen. Insofern sei man sehr dankbar für den Geldsegen von Jost Reinhold, so der Amtsvorsteher.

Angeregt durch die Diskussionen in Waren stand die Nutzung des Jugendbusses zur Debatte, der mit als einer der ersten durch den ehemaligen Müritzkreis rollte. Um für nötige Transparenz zu sorgen, wurde der Beschlussvorlage ein Schreiben der Rechtsaufsichtsbehörde beigelegt. Es solle aber nur als Orientierung dienen, hob Thomas Diener hervor. Grundsätzlich gelte für den Amtsbereich, dass der Jugendbus vorrangig von und für Jugendliche genutzt wird. Aus Gründen der Kostendeckung können ihn aber auch Vereine und Verbände aus den amtsangehörigen Gemeinden buchen. Über Ausnahmeregelungen entscheidet der Amtsvorsteher. Absolut gebe es kein grünes Licht für Privatfahrten. Amtsleiter Mirko Meinhart verwies auf die Nutzungsvereinbarung, die für die Fahrt mit dem Jugendbus abgeschlossen wird. Den Einsatz des Fahrzeuges habe ein Mitarbeiter des Stadtbauhofes in Regie. Und bisher gebe es keine Probleme. „Wir teilen nicht alle Vorgaben, die die kreisliche Behörde rät. So müssen die Vereine nicht vordergründig gemeinnützig sein. Auch werden wir ihr Nutzungsinteresse nicht hinterfragen“, gab Mirko Meinhardt zu verstehen.