Nun sollen Externe ran:

Malchower haben die Etat-Faxen dicke

Den Mitgliedern des Malchower Finanzauschusses ist der Geduldsfaden gerissen: Wieder gibt es keinen Entwurf für einen Haushaltsplan 2015. Jetzt wollen sie andere Saiten aufziehen.

Warum geht es nicht vorwärts mit der Etat-Planung im Malchower Rathaus? Das will der Finanzausschuss nun wirklich wissen.
Simone Pagenkopf Warum geht es nicht vorwärts mit der Etat-Planung im Malchower Rathaus? Das will der Finanzausschuss nun wirklich wissen.

Wieder hat sich der Finanzausschuss der Malchower Stadtvertretung getroffen, wieder ohne Ergebnis in Sachen Haushaltsplan-Entwurf. "Unser Ausschuss ist gelähmt, der Frust entsprechend groß", fasst der Vorsitzende Klaus Haase die Stimmung unter den Mitgliedern zusammen. Zwar saß bei der Sitzung am Mittwoch eine Mitarbeiterin aus der Stadtverwaltung mit am Beratungstisch. Was sie jedoch mitzuteilen hat, ist alles andere als erfreulich: "Am Haushalt für 2015 wird derzeit nicht gearbeitet." Und es gebe derzeit auch keinen Mitarbeiter, der dazu in der Lage sei.

Das, so waren sich die Ausschuss-Mitglieder einig, könne man so nicht hinnehmen. "Den Vereinen, die auf Gelder aus der Stadtkasse angewiesen sind, steht das Wasser bis zum Hals, es hat schon Entlassungen gegeben, sie müssen Kredite aufnehmen, um weiter existieren zu können, das darf nicht weiter gehen", betont Klaus Haase. Der Ausschuss hat nun die Verwaltung damit beauftragt, ein externes Unternehmen zu verpflichten, das den Malchower Etat für 2015 erarbeiten kann. Bis zur nächsten Stadtvertretersitzung am 3. März solle so ein Unternehmen gefunden werden. "Wenn es klappt, könnten wir wenigstens vielleicht im April einen Entwurf haben und darüber diskutieren", hofft Haase.

Er ist verärgert, dass ein Mann, sprich der vor seinem Abschied stehende Bürgermeister Joachim Stein (Grüne), die Stadt lähme. Bereits seit Herbst vergangenen Jahres fordere der Finanzausschuss, dass an dem Etat-Entwurf für 2015 gearbeitet wird - eine Forderung, die bis heute nicht erfüllt sei. Haase hat inzwischen auch die Kommunalaufsicht des Landkreises über die Misere informiert und erhofft sich Unterstützung.

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