Sondersitzung:

Malchower Vereine brauchen Rettungsleine

Die Abgeordneten der Inselstadt wollen nicht hinnehmen, dass die Vereine leiden müssen, weil die Kommune noch keinen Haushalt für 2015 hat. Aber können sie auf einer Sondersitzung die Karre aus dem Dreck ziehen?

Wenn der Fleesensee-Touristik-Verein keine Zuschüsse bekommt, ist auch die Tourist-Information bedroht.
Simone Pagenkopf Wenn der Fleesensee-Touristik-Verein keine Zuschüsse bekommt, ist auch die Tourist-Information bedroht.

Es kriselt mächtig in der schönen Inselstadt. Die Vereine, sprich Fleesensee-Touristik und Kultur- und Sportring, machen der Stadtverwaltung nämlich Dampf. Ohne deren Zuschüsse drohe ihnen die Insolvenz, heißt es. Dazu fielen auf der Stadtvertretersitzung in der vergangenen Woche klare Worte. Jetzt haben die Stadtvertreter für den 18. Dezember eine Sondersitzung einberufen, am Tag zuvor soll der Hauptausschuss zusammenkommen. „Ich gehe davon aus, dass beides stattfindet“, sagt Bürgermeister Joachim Stein (Grüne). Mehr nicht. Er bestätigt nur, dass es um die Zuschüsse für die Vereine gehen wird.

„Die Fraktionen haben die Stadtvertretersitzung beantragt, sie muss durchgeführt werden“, stellt Stadtvertretervorsteherin Elke-Annette Schmidt (Linke) klar. Der Bürgermeister habe allerdings signalisiert, nicht anwesend zu sein, sondern eine Vertretung zu schicken, aus terminlichen Gründen, weiß sie. Das werde man sehen.

Die Stadtvertreter wollen bei dieser Sondersitzung darauf drängen, dass die Vereinszuschüsse in Höhe dieses Jahres in die Planung 2015 aufgenommen werden und das im Januar auch schon ein Zwölftel ausgezahlt wird, damit die Vereine handlungsfähig sind. Das müsste dann der Bürgermeister verantworten, sagt Elke-Annette Schmidt. „Wir wissen, dass das Rechnungsprüfungsamt das angemahnt hat. Wir müssen diesen Schritt vernünftig begründen. Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Uns geht es darum, Wege zu finden. Aber vor allem wird unsere Aufgabe sein, möglichst schnell einen Haushalt hinzukriegen. Und das ist eindeutig Verwaltungsaufgabe.“ Im Finanzausschuss sei das immer wieder angemahnt worden. Die derzeitige Situation lähme die Entwicklung in Malchow ganz massiv, so die Stadtvertretervorsteherin.

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