Keine Klärung:

Malchower Vereinsmitglieder müssen Neuwahlen vertagen

Mit Spannung war in Malchow die Sitzung des MSV erwartet worden, denn die Neuwahlen von Posten im Vorstand standen an. Zudem sollten viele offene Fragen der Vereinskrise diskutiert werden. Doch letzten Endes gab es nur Enttäuschungen.

Nils Holst (rechts) ist der Vereinvorsitzende vom Malchower SV.
Jens-Uwe Wegener Nils Holst (rechts) ist der Vereinvorsitzende vom Malchower SV.

Der MSV hängt weiter in der Schwebe. Offene Fragen, die den Verein belasten, wurden nicht geklärt. Eine Vereinssitzung, die am Freitagabend stattfand und auf der eigentlich die Neuwahl von Vorstandsmitgliedern geplant war, ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das bestätigte auf Nordkurier-Nachfrage der Vereinsvorsitzende Nils Holst.

Die Neuwahlen, die nach Rücktritten von MSV-Vorstandsmitgliedern nötig geworden war, seien auf einen späteren Zeitpunkt vertagt worden. "Es war eine sachliche und konstruktive Sitzung", erklärte Holst. Details wollte er keine preisgeben. Nur so viel: "Ich bin dafür, einen Neuanfang zu machen, auch und vor allem, damit sich die Malchower wieder mit ihrem Verein und ihrer Fußballmannschaft identifizieren können."

Holst hatte in den vergangenen Wochen öffentlich mehrfach dafür plädiert, dass die MSV-Oberligafußballmannschaft unabhängig vom Verein auf eigenen Füßen stehen solle - vor allem um finanziellen Druck vom Verein zu nehmen und um dem Breitensport in anderen MSV-Abteilungen mehr Raum zu geben.

Riccardo Musolf, Sponsor und Mitglied im Wirtschaftsrat des MSV, wird da deutlicher: Formale Fehler in der Einladung zur Sitzung am Freitag hätten dazu geführt, dass aus rechlicher Sicht keine Neuwahlen haben stattfinden können. "Dazu, die wirklich brennenden Fragen zu diskutieren,  dazu sind wir gar nicht gekommen. Das war im Grunde genommen eine kurze Geschichte", kritisierte Musolf.  "Ich bin sehr enttäuscht, denn die Zeit arbeitet gegen uns", mahnte er.

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