Täter auf der Flucht:

Maskierte Räuber überfallen Warener Juwelier

Gangster haben am Montag einen Juwelier in Angst und Schrecken versetzt: Sie überfielen einen Laden an der Strandstraße. Für den Mitarbeiter waren es wohl die schlimmsten Stunden seines Lebens. Davon merkte man woanders nichts.

Hinter den Rolladen blieben gestern Ringe und Ketten verborgen: Das Schmuck-Eck hatte nach dem Überfall geschlossen.
Nadine Schuldt Hinter den Rolladen blieben gestern Ringe und Ketten verborgen: Das Schmuck-Eck hatte nach dem Überfall geschlossen.

Weder ein rotes Absperrband noch Polizeiwagen waren am Montagnachmittag noch in der Strandstraße an der Einfahrt zur Marktstraße zu sehen. Dabei hatte sich hier nur wenige Stunden zuvor, gegen Mittag, ein Überfall im Warener Schmuck-Eck ereignet. Maskiert und mit einem waffenähnlichen Gegenstand ausgerüstet, überfielen Gangster den Laden. Sie nahmen Schmuck und Wertgegenstände aus den Vitrinen des Geschäftes. Schließlich flüchteten die Diebe in Richtung Oberwallstraße. Dort verlor sich ihre Spur.

Für den Verkäufer müssen das fürchterliche Augenblicke gewesen sein. „Glücklicherweise“ ist nicht noch etwas Schlimmeres passiert. In den umliegenden Läden oder gastronomischen Einrichtungen hatte niemand etwas von dem Überfall bemerkt. „Die Polizei hatte nur gefragt, ob Kameras am Haus angebracht sind“, sagt eine Verkäuferin aus einem benachbarten Schmuckladen. Das hätte möglicherweise Rückschlüsse auf den weiteren Fluchtweg geben können. Auch im Schuhladen in der Straße tauchten die Kripo-Beamten mit der gleichen Frage auf. Allerdings ohne Glück: An beiden Geschäften gibt es keine Kameras.

Es gab noch nie einen Einbruch in dieser Gegend

Sie sei schon ein wenig überrascht gewesen, als plötzlich ein Polizeibeamter ihren Laden betrat, sagt die Dame vom benachbarten Schmucklädchen. Alles ging recht schnell – der Polizist hatte nur diese Frage gestellt und sei dann wieder los. Sie sei erstaunt darüber, dass ein Überfall am Tag und nicht in der Nacht passiere. Einbrüche seien in dieser Gegend noch nicht vorgekommen, Vandalismus schon eher, fügt sie hinzu.

Angesichts des dreisten Überfalls macht sich die „Schmuck-Dame“ nun auch Gedanken, wie sie sich besser schützen könnte. „Man überlegt schon, welche Vorkehrungen man besser treffen sollte“, sagt die Frau.

Die Räuber werden als groß, schlank und dunkel gekleidet beschrieben. Die Polizei braucht dringend Zeugen. Diese können sich unter der Telefonnummer 03991-1760 oder auch im Internet: www.polizei.mvnet.de melden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung