Jana Schmidt beim 100-Meter-WM-Finale:

Medaille verfehlt, Sieg errungen

Besonders die Familie hatte für Jana Schmidt die Daumen gedrückt: Die Sportlerin aus Klocksin ging am Freitag bei der Behinderten-Weltmeisterschaft in Katar an den Start. Hätte sie sich vorher nur einen anderen Platz ausgerechnet.

Sie hatte selbst in Doha noch trainiert, doch es reichte nicht fürs Treppchen.
privat Sie hatte selbst in Doha noch trainiert, doch es reichte nicht fürs Treppchen.

Am Ende hatte es wohl nicht sein sollen: Die Profi-Sportlerin Jana Schmidt ist bei der Behinderten-Weltmeisterschaft der Leichtathleten in Doha auf der 100-Meter-Distanz der Frauen auf dem vierten Platz gelandet. Im Finale lief sie 16.36 Sekunden und musste sich damit der Drittplatzierten um acht Hundertstel Sekunden geschlagen geben. Die 42-Jährige konnte damit ihr gutes Vorlauf-Ergebnis von 16.19 Sekunden nicht wiederholen. 

Auch wenn sie keinen Platz auf dem Siegertreppchen erreicht hat, wird die Behindertensportlerin über den vierten Rang wohl nicht allzu traurig sein. Schließlich hat sie mit dieser Platzierung ihr selbst-gestecktes Ziel erreicht. "Ich möchte mit dem vierten Platz nach Hause kommen", hatte sie noch drei Tage vor ihrem Abflug nach Doha im Wüstenstaat Katar im Nordkurier-Gespräch gesagt.

Training statt Sightseeing

Dass sie derzeit in einer sehr guten Form ist, bewies sie gleich am ersten Wettkampftag in der vergangenen Woche. Im Weitsprung landete sie mit 3,79 Meter auf dem dritten Platz und bringt zumindest in dieser Disziplin eine Bronzemedaille mit nach Hause.

Um fit zu bleiben, hatte sie auch in Doha jeden Tag trainiert. Auch wenn zwischen ihrem erstem und letzten Wettkampftag fast eine Woche lag, hatte sie sich die Metropole Doha nicht angeschaut. Es sei einfach zu heiß und die hohe Luftfeuchtigkeit mache allen zu schaffen, teilte sie zwischenzeitlich dem Nordkurier mit. Bei 36 Grad im Schatten kein Wunder.

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