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Messe-Propeller ohne Kratzer wieder auf dem Hof gelandet

VonThomas BeigangFast schon Stammgäste sind die Vertreter des Mecklenburger Metallguss-Unternehmens auf der größten Industrie-Messe der Welt in Hannover. ...

Manfred Urban (rechts) und Matthias Kadow an dem meist gereisten Propeller des Mecklenburger Metallguss-Werkes. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas beigang

VonThomas Beigang

Fast schon Stammgäste sind die Vertreter des Mecklenburger Metallguss-Unternehmens auf der größten Industrie-Messe der Welt in Hannover. Die Vorführ-Schiffsschraube reist immer mit.

Waren.Am Montagabend ist der Propeller wieder wohlbehalten auf dem Hof des Metallguss-Werkes eingetroffen. Aufatmen bei Geschäftsführer Manfred Urban und seinen Kollegen. Denn der 20Tonnen schwere und 3,5 Meter hohe Propeller, eine Sonderanfertigung, die sogar allein stehen kann, wird auch weiter dringend gebraucht. Gilt jenes Symbol für die in Waren gefertigten Schiffsantriebe doch als eine Art Wahrzeichen des Unternehmens auf den Messen dieser Welt. „Ein Propeller zum Anfassen und ein ganz beliebtes Fotomotiv“, zeigt sich Manfred Urban stolz auf das auf Hochglanz polierte Ausstellungsstück.
Dabei ist die Rückreise der tonnenschweren Schraube diesmal gar nicht so strapaziös gewesen. Einige Tage stand das gute Stück am Stand des Unternehmens auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover. „Schon zum achten Mal“, so Geschäftsführer Urban, „sind wir dort präsent gewesen.“ Ein Besuch, dessen Erfolg sich nicht unbedingt in Euro und Cent abrechnen lässt. „Aber die Gespräche und Kontakte, die man dort knüpfen kann, sind natürlich von großem Wert.“ Kanzlerin Merkel, die traditionsgemäß über die Messe „bummelt“ haben die Warener allerdings nicht zu Gesicht bekommen. „Vor sechs Jahren hat sie aber unseren Stand besucht und sich 25 Minuten für uns Zeit genommen.“Die Hannover-Messe ist jedoch beileibe nicht die einzige Schau, auf denen der Weltmarktführer in Sachen Schiffspropeller Präsenz zeigt. „Die Schiffsmaschinen- und Meerestechnik-Messe in Hamburg ist ein absolutes Muss“, erklärt Urban. Genau wie die Messen in Südkorea und China im Herbst. „Hier treffen wir unsere potenziellen Kunden, Schiffsbauer aus Südostasien, vor Ort.“ Interessanter, haben die Propeller-Werker längst erkannt, werde auch im Schiffsbau das Thema Energieeinsparung. Denn so ein mehr als 200 Meter großes Containerschiff, angetrieben von riesigen Schiffsschrauben aus Waren, verbrauche rund 120 Tonnen Treibstoff täglich. „Alles, was zur Reduzierung führt, wird immer wichtiger.“ Und dabei, so Manfred Urban, wollen die Warener eine gute Rolle spielen.

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