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Metallgusswerk muss Mitarbeiter entlassen

Keine guten Nachrichten zum Jahresende: Bei der Mecklenburger Metallguss GmbH stehen Entlassungen ins Haus. Denn noch immer steckt die Schiffsbau-Branche in der Krise, die auch die Metallbauer von der Müritz zu spüren bekommen.

Manfred Urban, Geschäftsführer des Mecklenburger Metallgusswerkes in Waren, muss im neuen Jahr Entlassungen vornehmen.
A. Becker Manfred Urban, Geschäftsführer des Mecklenburger Metallgusswerkes in Waren, muss im neuen Jahr Entlassungen vornehmen.

Die Auftragsbücher für die kommenden Wochen sind zwar gut gefüllt - an Entlassungen aber wird die Geschäftsführung des Mecklenburger Metallgusswerkes (MMG) dennoch nicht vorbeikommen. Das bestätigte auf Nordkurier-Nachfrage MMG-Geschäftsführer Manfred Urban. Zwar sei die Phase der teilweisen Kurzarbeit für seine Mitarbeiter jetzt beendet, dennoch sei für das gesamte Jahr 2014 keine höhere Auslastung zu erwarten. „Es wird keine Massen-Entlassungen geben. Ich gehe davon aus, dass es unter 20 Entlassungen sein werden“, erklärte der Warener. Ihm seien Einstellungen lieber, aber auch sein Unternehmen müsse sich den Marktgegebenheiten anpassen. Selbstverständlich würden die bevorstehenden Entlassungen sozialverträglich erfolgen.

Die Schiffbau-Branche befindet sich laut Urban nach wie vor in der Krise: „Das bekommen auch wir zu spüren, deswegen wird es leider wohl 2014 keine 100-prozentige Auslastung für uns geben.“ Die Krise seiner Branche führt der Warener auf Überkapazitäten zurück, die bei Schiffsneubauten in den vergangenen Jahren entstanden seien: Reeder hätten - ausgehend von guten Marktprognosen - große Schiffe bauen lassen, die jetzt allerdings nicht komplett ausgelastet seien. Auf der anderen Seite müssten Reeder jedoch auch neue Schiffe bauen lassen, um den gestiegenen Kosten für Treibstoffe begegnen zu können. „Aber Reeder haben momentan Schwierigkeiten, Banken für die Finanzierung neuer Schiffe zu gewinnen. Die Geldhäuser stecken einerseits selbst in der Krise und hatten auf der anderen Seite mit Verlusten aus der Schifffahrt zu kämpfen. Deshalb sind Banken zurzeit zurückhaltend mit Krediten“, erklärt der MMG-Geschäftsführer die Flaute, die er für 2014, aber auch noch für 2015 erwartet. Dennoch: Die MMG sei führend in der Welt bei der Entwicklung und bei der Produktion der Propeller. „Wir sind um eine Nasen-Länge voraus“, meint Urban, der aber um den Wettbewerb weiß, der auch in der Propeller-Produktion zu Dumpingpreisen bei anderen Herstellern führen würde.