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Millionen-Investor bittet um Aufschub

Es ist das größte Bauprojekt in der Geschichte Warens. Nun hat Gregor Schmidt gegenüber dem Nordkurier bekannt gegeben, dass er eine Frist nicht halten kann.

Stand dem Nordkurier am Dienstagmorgen Rede und Antwort: Investor Gregor Schmidt.
Udo Roll Stand dem Nordkurier am Dienstagmorgen Rede und Antwort: Investor Gregor Schmidt.

Das 90-Millionen-Euro-Projekt Aqua Regia Park verzögert sich weiter. Investor Gregor Schmidt gab am Dienstagmorgen gegenüber den Nordkurier bekannt, dass er die am 30. September ablaufende Frist für den Optionsvertrag nicht halten kann. Bereits zweimal hatte die Stadt Waren dem Investor vom Bodensee beim Optionsvertrag eine Verlängerung eingeräumt. Im Optionsvertrag ist geregelt, dass Gregor Schmidt ein Vorverkaufsrecht für das Grundstück am Nesselberg hat, auf dem der Aqua Regia Park entstehen soll. Das größte Bauprojekt in der Geschichte Warens soll ein Vier-Sterne-Hotel, einen 35 Meter tiefen Tauchturm, eine Schwimmhalle und ein Reha-Zentrum enthalten.

„Wir haben etwa vier bis sechs Wochen Zeitverzug”, räumte Schmidt ein. Die Gründung der Besitzgesellschaft, ein Gutachten einer renommierten Beraterfirma, in dem das Projekt auf Plausibilität geprüft werde sowie das Suchen nach einem Betreiber für den Reha-Bereich hätten laut Schmidt zur Verzögerung geführt. Der Investor möchte die Stadt jetzt bitten, den Optionsvertrag nochmals für ein bis zwei Monate zu verlängern. Dies allerdings muss die Politik entscheiden – Stadtentwicklungsausschuss, Hauptausschuss und am Ende die Stadtvertretung. Allein dieser politische Abstimmungsprozess dürfte sechs bis acht Wochen dauern.

Trotz aller „Komplexität und der damit verbundenen Verzögerung”, machte Gregor Schmidt deutlich: „Ich verspreche, wir ziehen das Projekt durch.”