Weitere Ermittlungen zu Loppin und Sarah H.:

Betreuer gesteht Belästigung eines Siebenjährigen

Zwei Fälle aus Loppin und Alt Rehse haben die Region in den vergangenen Wochen erschüttert. Details dringen in beiden kaum an die Öffentlichkeit. Nun gab es doch eine Entwicklung.

Die Idylle wurde durch einen schweren Vorwurf zerrissen.
Andreas Becker Die Idylle wurde durch einen schweren Vorwurf zerrissen.

Der 34 Jahre alte Ferienlager-Betreuer, der vor zwei Wochen in Loppin verhaftet worden war, hat ein Geständnis abgelegt. Der Beschuldigte habe die erhobenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung von Kindern eingeräumt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Montag. Daraufhin sei der Haftbefehl gegen den Mann aus der Region München aufgehoben worden. Dem Mann wurde untersagt, sich Kindern zu nähern und er muss sich regelmäßig melden.

Der Beschuldigte hat damit gestanden, als Betreuer im Jugendwaldheim in Loppin sexuelle Handlungen vor einem sieben Jahre alten Jungen begangen und das Kind aufgefordert zu haben, derartige Handlungen auch an ihm vorzunehmen.

Verdächtiger im Fall Sarah H. schweigt

Im Fall der verstorbenen Sarah H. aus Alt Rehse kann Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler noch immer keine neuen Details zur Todesursache nennen. „Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen. Der verhaftete Hausbesitzer schweigt weiterhin“, sagte er.

Polizisten hatten Anfang August bei einem Einsatz wegen Ruhestörung im Gebäude der ehemaligen Gaststätte Rethra eine stark verweste Leiche gefunden. Der 51-jährige Hausbesitzer war wegen Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft genommen worden. Rechtsmediziner fanden heraus, dass es sich bei der Toten um die 32-jährige Sarah H. handelte. Sie stammte aus Rheinland-Pfalz und lebte zeitweise bei dem Mann gelebt haben.

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