Dokumentarfilm:

Mit der Kamera zum Löscheinsatz

Zuerst war es lediglich der Name des Dorfes, der Filmemacher Jean Boué auf die Spur der Feuerwehrmänner und -frauen von Adamshoffnung brachte. Die Menschen dort fesselten ihn so, dass sie zum Mittelpunkt seines neuen Films wurden.

Steffen Prandtke (links) und Wehrführer Jan Meinke sind gespannt auf den Film, der im nächsten Jahr auch im Fernsehen laufen soll.
Petra Konermann Steffen Prandtke (links) und Wehrführer Jan Meinke sind gespannt auf den Film, der im nächsten Jahr auch im Fernsehen laufen soll.

Das Mikrofon, mit dem Steffen Prandtke verkabelt ist, und die Kamera, die ihm auf Schritt und Tritt verfolgt,  merkt der Feuerwehrmann schon gar nicht mehr. Was noch zu Beginn des Jahres so ungewöhnlich, so aufregend war, ist ihm und seinen Mitstreitern von der Freiwilligen Feuerwehr Adamshoffnung längst zur Selbstverständlichkeit geworden.

Die Frauen und Männer der Dorfwehr nämlich sind Mittelpunkt eines Dokumentarfilms, der im nächsten Jahr nicht nur im NDR-Fernsehen, sondern vielleicht auch in der ARD, ganz sicher aber auf dem Filmfest in Schwerin laufen soll. „Ich wollte das Thema ehrenamtliche Feuerwehren auf dem Lande schon lange mal anfassen. Dabei geht es in erster Linie nicht nur ums Retten und das Bewältigen von Katastrophen. Feuerwehren in einem Dorf leisten sehr viel mehr als das. Sie sind oft gesellschaftlicher Dreh- und Angelpunkt, ohne den es oft ganz schön schlecht aussähe“, meint Produzent Jean Boué. Bei Adamshoffung war es der Ortsname, der ihn neugierig gemacht hat. „Das ist ein toller Name, der so viel in sich birgt, Hoffnung eben, aber auch gleichzeitig Traurigkeit“, findet Boué, der aber natürlich weiß, dass allein mit einem schönen Dorfnamen ein Film von 70 oder gar 80 Minuten Länge nicht zu bestreiten ist.

Als „Fels in der Brandung“ hat Boué den stellvertretenden Wehrführer Steffen Prandtke kennengelernt. „Ich war gleich dafür, bei dem Film mitzumachen. Das ist sehr spannend, aber ich habe auch gemerkt, dass wir auch sehr viel über uns selbst gelernt haben“, erzählt Steffen Prandtke. Denn in den Gesprächen vor der Kamera ging es nicht nur um die Wehr, ihre Einsätze, ihre Sorgen, Nöte und Erfolge, sondern auch um Persönliches, um Privates. 

Doch auf Szenen von Feuerwehreinsätzen müssen die Zuschauer dennoch nicht verzichten. Die aktiven Wehrmitglieder wurden mit Helm-Kameras ausgestattet, auch im Löschfahrzeug selbst  wurde eine Kamera installiert. „Mittlerweile sind wir mit unserem Filmaufnahmen auf der Zielgeraden angekommen. Er hofft, dass seine Filmhelden im nächsten Jahr zur Premiere zum Filmfest Schwerin kommen. Aber natürlich plant der Filmemacher mit seinem Streifen auch nach Adamshoffnung zu kommen: Zur Welt-Uraufführung im Feuerwehrhaus in Petersdorf. „Versprochen“, meint Jean Boué.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung