Polizei kontrolliert rund um die Uhr:

Mit Drogen und Alkohol zum Fusion-Festival

Die Polizei hat bereits mehrere Fusion-Besucher mit Alkohol und Drogen am Steuer aus dem Verkehr gezogen. Die Kontrollen werden auch nach dem Fest aufrechterhalten.

Drogenkontrolle zur Fusion 2016 auf einem Parkplatz an der B 198 bei Röbel: Polizisten kontrollieren einen voll beladenen Kleinbus. Wer in die Kontrolle gerät, muss erst einmal alles ausladen.
Udo Roll Drogenkontrolle zur Fusion 2016 auf einem Parkplatz an der B 198 bei Röbel: Polizisten kontrollieren einen voll beladenen Kleinbus. Wer in die Kontrolle gerät, muss erst einmal alles ausladen.

Zahlreiche Besucher des "Fusion-Festivals" in Lärz hat die Polizei beim Autofahren unter Drogen und Alkohol erwischt. Die Beamten haben eine große Kontrollstelle an der B 198 als Zufahrtsstraße zum Festivalgelände eingerichtet, wie eine Sprecherin am Freitag berichtete. Dort seien rund um die Uhr Polizisten im Einsatz, insgesamt 36.

Bei den Kontrollen seien bisher keine Dealer oder Personen mit Unmengen an Drogen entdeckt worden, berichtete die Sprecherin. Zu den bisher sichergestellten Substanzen gehören nach Informationen des Nordkurier Marihuana und Amphetamine. Die beschlagnahmten Mengen würden auf Eigenbedarf hindeuten, teilte ein Einsatz-Leiter an der Kontrollstelle mit. Acht Fahrern mit einem positiven Drogentest wurde die Weiterfahrt für 24 Stunden untersagt. Ihnen drohen wegen Drogenverstößen im Straßenverkehr außerdem 500 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte. 

Die Fusion gilt als eines der größten Musik- und Popkulturevents in Mecklenburg-Vorpommern. Zu dem 20. Festival, das am Mittwoch begann, werden insgesamt mehr als 60000 Besucher auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lärz erwartet. Die Polizei kündigte an, auch nach dem offiziellen Ende des Festivals am Sonntag ihre Kontrollen noch aufrechtzuerhalten. Erfahrungsgemäß würden viele Teilnehmer, die auf dem Gelände in Zelten campieren, ihre Abreise bis Dienstag oder Mittwoch hinausschieben.