:

Müll-Sündern soll der Garaus gemacht werden

Es ist keine Eintagsfliege, sondern fast schon die Regel: Ein alter Landweg vor Röbel wird immer wieder von Leuten heimgesucht, die illegal Müll entsorgen. Jetzt hoffen die Ordnungshüter auf Zeugen.

Warum muss es so aussehen? Berge von Unrat haben Unbekannte  an einem Landweg vor den Toren Röbels abgeladen - und das nicht zum ersten Mal. Foto: Elke Enders  
Elke Enders Warum muss es so aussehen? Berge von Unrat haben Unbekannte  an einem Landweg vor den Toren Röbels abgeladen - und das nicht zum ersten Mal.

„Die Leute schmeißen hier ständig ihren Müll hin. Das sieht aus, was denken die sich bloß dabei!“ Die Mitarbeiter eines Röbeler Landwirtschaftsbetriebes können ein Lied davon singen. Kein fröhliches. Nein, immer wieder müssen sie feststellen, dass auf einem Landweg gleich gegenüber dem Betriebsgelände  an der Röbeler Ortsausfahrt in Richtung Mirow Umweltfrevler zu Werke gehen. Ganze Pkw-Hänger-Ladungen an Unrat werden dort zwischen den Allee-Bäumen abgekippt.

Auch im Amt Röbel-Müritz ist das Problem bekannt. „Wir haben den Weg schon des Öfteren in Abstimmung mit dem Landkreis beräumt“, schilderte Ordnungsamtsleiter Frank Schulze. Das heißt, die Mitarbeiter des Röbeler Wirtschaftshofes nahmen sich der Sache an, verluden Müll und Bauschutt und brachten ihre Fracht zu den regulären Abfall-Annahmestellen. Ein Weg, der auch den Verursachern freistehen würde. Nur müssten sie dann etwas bezahlen, was offensichtlich zu viel verlangt sei. Die Kosten für die verordnete Abfahrt durch den Wirtschaftshof  hingegen würden nun vom Landkreis getragen, informierte Schulze. Somit bleiben Hinweise aufmerksamer Mitbürger wohl die einzige Möglichkeit, den Schmutzfinken auf die Schliche zu kommen und letztlich auch das Geld des Steuerzahlers zu sparen. Wer etwas gesehen hat, kann sich an das Amt Röbel-Müritz wenden. Allerdings, sollte derjenige auch dazu stehen. Denn: „Anonyme Hinweise sind, wenn es darauf ankommt, kraftlos“, so die Erfahrung des Ordnungsamtsleiters. Es sei denn, der überführte Verursacher würde die Sache schnell eingestehen. Ansonsten könne nur eine Zeugenaussage helfen, was wiederum namentlich erfolgen müsste. Aus diesem Grund sei es noch dienlicher, sich als Bürger gleich an die Polizei zu wenden.

Beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte war zu erfahren, dass den Übertätern empfindliche Strafen winken. „Das hängt von der Menge des Unrats ab. Das mögliche Bußgeld liegt zwischen 50 und 50 000 Euro“, so Pressesprecherin Haidrun Pergande.