Demnächst ist Schluss:

Müritz Hotel in Klink macht sich besenrein

Auch das Ende gerät alles andere als friedlich. Noch kurz vor Toresschluss streiten sich Eigentümer und Pächter der großen Hotelanlage in Klink um das Recht der letzten Nacht und andere bewegliche Dinge.

Schon bereit für die Übergabe: Das hoteleigene Restaurant „Am kleinen Meer“ ist bereits leer geräumt worden.
Thomas Beigang Schon bereit für die Übergabe: Das hoteleigene Restaurant „Am kleinen Meer“ ist bereits leer geräumt worden.

In genau 24 Tagen ist Schluss. Die Nacht vom 2. zum 3. Januar ist die letzte Nacht, in der sich die Gäste des Müritz Hotels in Klink hier zur Ruhe betten können. Danach wird abgeschlossen und alles für die Übergabe der Gebäude an den Eigentümer vorbereitet. Eine eigens darauf spezialisierte Firma hat nach Angaben der Hotelleitung die Aufgabe übernommen, alles „besenrein“ zu übergeben.

Doch bestehen offenbar unterschiedliche Vorstellungen darüber, was besenrein bedeuten kann. Das hoteleigene Restaurant „Am kleinen Meer“, direkt am Müritzufer gelegen, ist offenbar schon leer geräumt worden. Zu leer, wie der Justitiar der Eigentümer, der Avila-Unternehmensgruppe, Thorsten Eckert, findet. „Alle beweglichen Gegenstände gehören dem Pächter, also dem Müritz Hotel, alle anderen, fest installierten, dem Eigentümer.“

Zwangsräumung und verspätete Übergabe

Ob nun aber, wie Eckert sagt, zu den beweglichen Gegenständen auch Kühlzellen zählen oder Gastro-Küchen, darüber herrschen unterschiedliche Ansichten. Genau solches sei aber schon abmontiert worden und darüber werde spätestens bei der Übergabe zu reden sein.

Sogar das Gespenst einer Zwangsräumung soll schon über dem Hotel geschwebt haben. Am Mittwoch hätten sich beide Parteien, Pächter und Eigentümer dazu vor Gericht getroffen. Mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren wollte aber niemand der Prozessbeteiligten darüber etwas sagen. Nur soviel von dem Avila-Vertreter Eckert: „Wenn es vielleicht Ende Januar zu einer Übergabe des Hotels an den Eigentümer kommt, passiert das ein Jahr und einen Monat zu spät.“

Denn nach Avila-Deutung der Verträge sei der Pachtvertrag schon Ende des Jahres 2013 ausgelaufen. Allerdings gibt der Justitiar dann doch Entwarnung: „Vor Weihnachten passiert in dieser Angelegenheit nichts mehr“. Unterdessen soll bei der Eigentümer-Gesellschaft Avila schon Hochbetrieb herrschen, was konkrete Planungen für den Neubau betrifft. „Die ursprünglichen Entwürfe von 2012, die zwei Gebäude vorsahen, sind vom Tisch. Die neue Planung sieht alles eine Nummer kleiner vor.“ Schon im Januar, denkt der Justitiar, könnte das neue Vorhaben vorgestellt werden.

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