Wind und Wetter wirbeln Programm durcheinander:

Müritz Sail ohne Himmelsschauspiel

Das Wetter meinte es in diesem Jahr nicht so gut mit den Besuchern der Müritz Sail: Regen und vor allem starker Wind machten den Organisatoren zu schaffen.

Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hatte seine liebe Mühe beim traditionellen Fass-Anstich zur Müritz Sail. Vier Mal musste Möller zuhauen, bis endlich das Bier gezapft werden konnte.
Stephan Radtke Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hatte seine liebe Mühe beim traditionellen Fass-Anstich zur Müritz Sail. Vier Mal musste Möller zuhauen, bis endlich das Bier gezapft werden konnte.

Kein Oh und Ah, sondern ein Buh: Viele Sail-Besucher reagierten ärgerlich auf die Absage des großen Feuerwerks, das eigentlich am Sonnabend Abend den Himmel über dem Müritz Sail-Gelände erhellen sollte  - untermalt mit Musik. Doch der starke Wind am Abend führte dazu, dass der Feuerwerker, der bereits seine Raketen auf dem Wellenbrecher installierte hatte, keine Verantwortung für das Spektakel übernehmen konnte. „Darauf hin haben wir das Feuerwerk natürlich absagen müssen, zum ersten Mal in 14 Jahren Müritz Sail.  Es bestand die Gefahr, dass Raketen abgetrieben werden konnten und womöglich in den Yachten, in den Buden der Schausteller oder im Riesenrad landeten konnten. Dieses Risiko wollten wir nicht eingehen“, erklärte Jörg Bludau vom Organisationsteam der Müritz Sail. Leicht sei ihm diese Entscheidung nicht gefallen, zu mal die Kosten für das Feuerwerk trotzdem anfallen. „Es ist schade, aber die Sicherheit muss obenan stehen. Ich hoffe, das verstehen die Gäste“, meinte Bludau.

Überhaupt war der Wettergott den Veranstaltern in diesem Jahr nicht sonderlich gesonnen: Während der Regen vor allem am Sail-Sonnabend viele Gäste fern hielt, mussten zudem wegen des starken Windes die Segelregatten auf der Außenmüritz, aber auch die Spaßwettkämpfe im Warener Hafen abgesagt werden. „Beim Tauziehen auf dem Wasser oder auch dem Fischerstechen wäre es unmöglich gewesen, die Boote auf Kurs zu halten“, begründete Organisator Wolfgang Steder.

Die Besucher-Bilanz fällt insgesamt auch niedriger aus, als sich die Veranstalter das zu Beginn der Müritz Sail am Himmelfahrtstag ausgerechnet hatten. Gehofft hatten sie mit rund 80 0000 Gästen. Geschätzt kamen nach Angaben von Jörg Bludau rund 50 000 Besucher an allen vier Sail-Tagen. „Ich denke, das ist auf das schlechte Wetter zurück zu führen“, meinte der Organisator. Kritisiert wurde aber von Festbesuchern die kräftigen Preise, die an einigen Fahrgeschäften, aber auch an einigen Essens- und Getränkeständen verlangt wurden und die das Budget vor allem von Familien wohl überschritten. „Wir haben keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der Händler“, machte Bludau deutlich. Er zog dennoch eine positive Bilanz der 14. Müritz Sail: „Es gab eine bunte Palette an Programmpunkten, es war für fast jeden etwas dabei.“

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