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Müritz-SPD schwitzt im Schulz-Zug

Der Martin Schulz wird‘s schon richten. Darin sind sich die Genossen an der Müritz auch nach dem Wahldebakel in NRW sicher. Doch bei ihrem Jahresempfang ging es nicht nur um Schulz, sondern quasi um Hinz und Kunz – in bedeutsamer Mission.

Ehrenamtler und Politiker beim Jahresempfang der Müritz-SPD: Nadine Julitz, Erich Rottenau, Christine Schaumann, Johannes Güssmer, Stefanie Drese und Jeannine Pflugradt (v.l.n.r.).
Carina Göls Ehrenamtler und Politiker beim Jahresempfang der Müritz-SPD: Nadine Julitz, Erich Rottenau, Christine Schaumann, Johannes Güssmer, Stefanie Drese und Jeannine Pflugradt (v.l.n.r.).

Martin Schulz ist für die Warener Landtagsabgeordnete Nadine Julitz derzeit so etwas wie ein Zug, bei dem die Klima-Anlage ausgefallen ist. Rollt noch, aber man kann ganz schön ins Schwitzen geraten. „Doch man kommt ans Ziel“, zeigt sich die junge SPD-Frau auch nach der Niederlage der Genossen in NRW auf Kurs für den Kanzlerkandidaten. „Was sollen wir auch anderes sagen? Selbstmitleid hilft nicht“, sagte die 26-Jährige am Rande des SPD-Jahresempfanges in Waren.

Ob und wann die Klimaanlage im Schulz-Zug wieder angeht, das sei ungewiss. Und was ist mit Inhalten – außer dem hohlen Slogan „soziale Gerechtigkeit“? Julitz: „Das kommt jetzt.“ Es sei nach dem Hype um den Mann aus Würselen nach all den Monaten schwer, den Spannungsbogen zu halten. Ihr sei klar gewesen, dass „das alles zu früh war“.

An der Zeit hingegen war es für die Genossen, diejenigen in den Mittelpunkt zu rücken, die Jahr für Jahr, Tag für Tag und viele Stunden ihrer Zeit für andere Menschen einsetzen. Geehrt wurde die Penzlinerin Christine Schaumann, die nicht nur im Kulturverein aktiv ist, sondern seit einem Jahr zweimal pro Woche ehrenamtlich die Punschendörper Bibliothek öffnet. Außerdem wurde der bald 84-jährige Malchower Erich Rottenau für sein Engagement für die Senioren in seiner Stadtausgezeichnet, sowie Johannnes Güssmer für seinen jahrelangen Einsatz als Bürgermeister der Gemeinde Jabel.