Probleme im Röbeler Spaßbad:

Müritz-Therme: Sanierung fördert Überraschungen zu Tage

Unter den Fliesen lauern die Kosten - wie wahr. Bei den Abbrucharbeiten im Röbeler Spaßbad kam zu Tage, dass auch der Hubboden im Sportbecken erneuert werden müsste - möglichst im Zuge der jetzt laufenden Sanierung.

Mitarbeiter der Firma Welk & Bezneck aus Sorgenlos demontieren die Fliesen - ein geräuschintensives Unterfangen.
Elke Enders Mitarbeiter der Firma Welk & Bezneck aus Sorgenlos demontieren die Fliesen - ein geräuschintensives Unterfangen.

Bis Weihnachten sollten die Abbrucharbeiten in der Müritz-Therme andauern. Nun wird aber deutlich, dass es doch ein paar mehr Unwägbarkeiten gibt, die die Bauarbeiten hinauszögern. Neues Ziel ist Ende Januar, dass die Badelandschaft so weit entkernt ist, dass mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann, wie Bürgermeister Heiner Müller (SPD) darlegte. Zur Erinnerung: Das Röbeler Spaßbad muss sich der dringend erforderlichen Beckenkopfsanierung stellen. Die alten Fliesen wiesen Schwachstellen auf, so dass das Wasser drohte, in den Betonunterbau einzudringen und dies teilweise auch schon tat. Die Stadt Röbel hatte lange um Fördermittel gekämpft und schließlich die Zusage für den vorzeitigen Baubeginn bekommen. Inzwischen ist auch der Fördermittelbescheid vom Land eingetroffen, teilte Müller mit. Insgesamt, inklusive Ko-Finanzierungshilfe, stehen rund 2 Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung, wobei auch die Stadt Röbel ihren Teil beisteuert.

Indes sind so gut wie alle Fliesen abgeklopft. Und die bösen Überraschungen lassen bei einem solchen komplexen Sanierungsvorhaben nicht lange auf sich warten: So erweist sich der Polyester-Hubboden des Sportbeckens, der jetzt freigelegt ist, als osmose-befallen. Das heißt, allmählich setzen Ablöseerscheinungen im Material ein. „Das ist erst mal ein optisches Problem“, erklärt Müller. Allerdings könnte dies auch bald zum sicherheitsrelevanten Problem werden. So gibt es jetzt schon Erwägungen, den Hubboden im Zuge dieser Sanierung auszuwechseln. „Wir rechnen mit Mehrkosten von 50 000 Euro“, legte Müller dar, der in diesem Zusammenhang weitere kostenerhöhende Maßnahmen nannte. So sorgen neue DIN-Vorschriften dafür, dass vorhandene Ansaugstutzen künftig nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen genügen. Auch bei der Schwimmbadtechnik sei deshalb ein teilweiser Austausch oder ein Nachrüsten nötig. „Wir hoffen aber, dass wir das bei den anderen Gewerken wieder einsparen können und mit der Gesamtsumme dennoch hinkommen“, so Müller.

 

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