Haus der Aquarien auf dem Trockenen:

Müritzeum braucht dringend Geld

Blitzschlag, ein Loch und die Notwendigkeit einer neuen Ausstellung bereiten dem Museum in Waren Sorgen.

Sechs Jahre nach der Eröffnung benötigt man im Müritzeum Geld für Reparaturen und die Vorbereitung neuer Ausstellungen.
Thomas Beigang Sechs Jahre nach der Eröffnung benötigt man im Müritzeum Geld für Reparaturen und die Vorbereitung neuer Ausstellungen.

Die Entscheidung lässt weiter auf sich warten. Eigentlich wollten die Abgeordneten des Kreistages im Ausschuss für Bau und Umwelt schon vor Tagen über dringende neue Investitionen für das Müritzeum in Waren beraten. Aber - erst in dieser Woche will der Aufsichtsrat der gemeinnützigen GmbH Nägel mit Köpfen machen und sich über den genauen Bedarf abstimmen.

Fest steht jedoch: Das Haus der Aquarien braucht fast auf den Tag genau sechs Jahre nach der offiziellen Eröffnung frisches Geld. „Den laufenden Betrieb können wir über unsere Einnahmen aus den Eintrittsgeldern finanzieren“, sagt Müritzeums-Geschäftsführerin Andrea Nagel. Für mehr würde es allerdings nicht reichen - trotz einiger Rücklagen.

Denn neben der Vorbereitung einer neuen Ausstellung hat das Haus auch mit einigen ungeplanten Rückschlägen zu kämpfen, die richtig Geld kosten. So haben die notwendigen Reparaturen nach einem Blitzschlag rund 60 000 Euro gebraucht. Ein Überspannungsschaden infolge des himmlischen Einschlags hatte zahlreiche elektrische Leitungen lahm gelegt. Langes Warten auf die Entschädigung durch die Versicherung kam nicht in Frage, die reibungslose Stromversorgung war notwendig für das Überleben der lebenden Exponate im Haus.

Auch eine undichte Stelle im grünen Dach des Naturkunde-Museums traf die Mitarbeiter unvorbereitet. Denn im Müritzeum ist Wasser entdeckt worden, wo eigentlich selbst im Aquarien-Haus keines hingehört. „Wir haben 20 Quadratmeter des Daches aufnehmen lassen und abgedichtet - in der Hoffnung, das Leck im Dach entdeckt zu haben.“ Alles Reparaturen, die nicht aus dem Sparstrumpf des Hauses bezahlt werden können. „Ich sage mal so“, berichtet die Geschäftsführerin, Andrea Nagel, „wir benötigen dringend Drittmittel.“

Erste Adressaten dabei: die Stadt Waren und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, die beiden Gesellschafter der Einrichtung. „Aber wir bemühen uns natürlich auch, Geld von potenziellen Sponsoren einzuwerben“, so Andrea Nagel. Die Sorgen des Müritzeums scheinen indes bei den Abgeordneten des Kreistages nicht ungehört zu bleiben. „Wir werden wohl nicht daran vorbeikommen, für das Jahr 2014 Geld zur Verfügung stellen zu müssen“, sagte die Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Bau und Umwelt, Kathrin Grumbach (Grüne) aus Röbel.

 

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