Fehlzünder::

Bergungsdienst kann keine Bombe entdecken

Nach einem Hinweis auf eine vermeintliche Bombe in der Müritz rückten Experten aus. Und der Finder bekommt Post.

Der Munitionsbergungsdienst untersucht den Fund in der Müritz.
Petra Konermann/Archiv Der Munitionsbergungsdienst untersucht den Fund in der Müritz.

Boek. Nachdem ein Hobby-Skipper am vergangenen Freitag eine angebliche Bombe auf dem Müritzgrund vor Rechlin entdeckt hatte, haben Experten des Munitionsbergungsdienstes am Dienstag den Bereich abgetaucht und mit Booten abgesucht. Bis auf ein paar leere Patronen- und Granathülsen, eine Tonnenbefestigung und weitere Schrottgegenständen konnten die Beamten dabei doch keine Bombe finden, so die Wasserschutzpolizei. Der Munitionsbergungsdienst gab Entwarnung. Alle gefundenen Gegenstände seien weder explosiv noch würde eine andere Gefahr von ihnen ausgehen.

„Generell ist bekannt, dass auf dem Müritzgrund scharfe Munition oder sogar Bomben liegen könnten. Eine akute Gefahr für Sportbootführer besteht aber nicht“, sagte Robert Stahlberg von der Wasserschutzpolizei. Immer wieder melden besorgte Wassersportler vermeintliche Bombenfunde. Besonders hoch sei die Zahl der Anrufer erfahrungsgemäß im Sommer.

„Wir müssen und werden weiterhin jeden Hinweis prüfen, warnen aber gleichzeitig davor, in abgesperrte Bereiche der Müritz zu fahren und in Eigenregie tätig zu werden“, ergänzte Stahlberg. So komme nun auf den Hinweisgeber, der mit seinem Boot im abgesperrten Bereich der Müritz unterwegs war und dabei die vermeintliche Bombe entdeckt hatte, ein Bußgeldverfahren zu. Bei der Feststellung von munitionsähnlichen Gegenständen im Wasser sei die Polizei zu informieren. Die Suchmaßnahmen wurden am Nachmittag eingestellt.