Vorwurf:

Musste Malchow mit altem Bier feiern?

Sauer aufgestoßen sind Gästen Holi-Festival und Schlagerparty in Malchow, bei denen sie sich vergnügen wollten. So soll Bier, das bereits zu Jahresbeginn abgelaufen war, verkauft worden sein. Die Polizei zog zudem Beutel für die Farbschlacht aus dem Verkehr. Wie sauber waren die Events eines Berliners?

War das Bier nun abgelaufen? Der Veranstalter sagt nein, die Gäste ja.
© Alexandr Vlassyuk War das Bier nun abgelaufen? Der Veranstalter sagt nein, die Gäste ja.

Das ist in die Hose gegangen. Möglicherweise sogar im wahrsten Wortsinn. Denn gleich für zwei Events desselben Veranstalters in Malchow braute sich am Wochenende Kritik zusammen. Ging es doch um nichts Geringeres als Bier. Bei der Schlagerparty am Freitag soll Flaschenbier verkauft worden sein, das laut Mindesthaltbarkeitsdatum zum Teil schon seit Januar abgelaufen war.

Tags darauf ging das Holi-Festival auf dem Volksfestplatz über die Bühne: Dort sollen Farbbeutel, die man für die bunte Schlacht für je zwei Euro kaufen konnte, auch nicht mehr „frisch“ gewesen sein. Vor allen in den sozialen Netzwerken schrieben die Leute ihren Ärger runter. Es kursieren auch Fotos von Flaschen mit verfallenem Bier.

Der Veranstalter lässt keine Kritik aufs Bier kommen

Derlei Kritik weist Robert Puppel von der V Event GmbH zurück. „Das ist nicht korrekt. Das Bier war auf keinen Fall abgelaufen. Definitiv nicht“, betonte er am Sonntag auf mehrfache Nordkurier-Nachfrage. Und weiter: „Bei den Farbbeuteln waren wohl welche bei, die ein paar Tage drüber waren. Aber nicht mehr als 10 Tage. Ich wusste gar nicht, dass es dafür auch ein Ablaufdatum gibt. Da ist doch nur Maisstärke drin.“

Angerückt war die Polizei trotzdem,  auf Rufen des Bürgermeisters René Putzar. Er habe nicht nur von der Kritik am Bier und den Farbbeuteln gehört, sondern auch von angeblich laxen Einlass-Kontrollen. „Doch da war alles in Ordnung. Ich habe auch mit den Sicherheitsleuten gesprochen“, berichtete er. Er habe noch keine Rückmeldung, was es mit Bier und Beuteln nun wirklich auf sich hatte. Die Polizei in Röbel bestätigte am Sonntag, dass sie abgelaufene Farbbeutel entdeckt und den Verkauf verboten hätte. Zum Thema Bier gab es keine Angaben, da der Bericht noch aus stünde.

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