Bus-Affäre: Alles nur ein Schreibfehler?:

Mysteriöses Fahrtenbuch im Warener Rathaus

Fünf Wochen Zeit und viermaliges Nachfragen waren notwendig, damit das Warener Rathaus endlich Antworten auf die fehlenden 3500 Kilometer im Fahrtenbuch des städtischen Vereinsbusses gefunden hat. Die präsentierte Lösung ist verblüffend.

Birgt politischen Zündstoff: Der städtische Vereinsbus, der zu privaten Zwecken genutzt worden ist.
Andreas Becker Birgt politischen Zündstoff: Der städtische Vereinsbus, der zu privaten Zwecken genutzt worden ist.

Am Ende ist es für die Verwaltung ganz einfach gewesen. „Fehlerhafte und fehlenden Eintragungen sowie fehlerhafte Übertragungen“ hätten dazu geführt, dass der Vereinsbus Kilometer zurückgelegt habe, die in Wirklichkeit nie gefahren worden seien.

Beispiel: Da wurde der Bus nach einer Fahrt mit dem Kilometerstand 9255 abgestellt und bei der darauf folgenden Fahrt wurde einfach ein Kilometerstand von 9955 Kilometer notiert. Zwischendurch lag ein Werkstattbesuch, für den sechs Kilometer gefahren worden waren. Und die Differenz von knapp 700 Kilometern? „Ein Schreibfehler“, erklärt die Verwaltung. Na bitte, alles ganz einfach. Von Kontrolle keine Spur.

Und noch etwas weiß die Verwaltung jetzt plötzlich ganz genau: Ex-Bürgermeister Günter Rhein habe den Bus nie privat genutzt. Entsprechende Spekulationen hatten am Mittwochabend am Rande der Stadtvertretung die Runde gemacht. In Rheins Amtszeit seien auf dienstliche Anweisung lediglich Transporte von Gästen durchgeführt worden, macht das Rathaus deutlich.

Unbeantwortet lässt die Verwaltung allerdings immer noch die Frage, warum Bürgermeister Norbert Möller für den knapp einen Kilometer langen Transport von Tischen und Stühlen mit dem städtischen Bus für eine private Hochzeitsfeier 57 Kilometer notiert hat. Ein Schreibfehler des ehemaligen Grundschulleiters?

 

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Kommentare (1)

wer so rechnet und mit zahlen umgeht ist nicht für grundschulen und politik zu gebrauchen. rücktritt und einsicht wären eine lösung.... aber der wolf lässt das räubern eben nicht ... und das volk schaut teilnahmslos zu....das nennt man dann demokratie, früher hieß es sozialismus