Alarm im teenotel:

Nach dem Duschen kommt die Feuerwehr

Eigentlich wollte er nur duschen. Doch plötzlich steht die Feuerwehr im Zimmer des Azubis.

Zu heiß geduscht...
Photographer: Nikita Sobolkov Zu heiß geduscht...

Dieser Einsatz hat wohl das Zeug, unter den Top 10 der kuriosesten Alarmierungen der Warener Feuerwehr zu landen. Zumindest klingt er so. Doch lachen kann Wehrführer Reimond Kamrath darüber nicht. Im Gegenteil, er ärgert sich. "Schon wieder für so was 15 Kameraden von ihrer Arbeit weggeholt", schimpft er. Was war passiert?

Es ist Donnerstag morgen, kurz nach zehn: Ein Brandmelder im Warener teenotel schlägt Alarm. In Windeseile ruft Kamrath seine Männer zusammen. 15 Mann, zwei Fahrzeuge. Binnen Minuten stehen sie in dem Zimmer, in dem der Sensor noch immer ohrenbetäubend piept. Von einem Brand keine Spur. Zum Glück. Der Bewohner, ein Azubi, guckt bedröppelt. Er hatte doch nur geduscht. Ok, schön heiß und naja, auch die Badezimmertür aufgelassen. Aber das deshalb gleich der Alarm losgeht...

Die Kameraden bringen den Rauchmelder zum Schweigen und rücken ab, um wieder zur Arbeit zu gehen. Keine Frage, Reimond Kamrath ist erleichtert, dass es nicht gebrannt hat, niemand in Gefahr war. Aber er ist auch sauer. "Das ist doch kein Wunder in diesen kleinen Zimmern, dass die Geräte da bei heißem Wasserdampf Alarm schlagen", meint er. Schließlich werde die Technik immer besser, sprich schneller - und damit auch empfindlicher. Und so habe auch die Zahl der Alarme zugenommen. "Das ist jetzt Einsatz Nummer 154. Im ganzen letzten Jahr waren es nur 146", zählt er auf. Der Azubi im Teenotel hat immerhin seine Lektion gelernt - beim Duschen Tür zu! "Aber auch der übermäßige Einsatz von Haarspray oder Deo reicht", weiß Kamrath - von anderen Fehlalarmen.