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Nach Wahnsinns-Derby steht Greif mit Rücken zur Wand

Von unserem RedaktionsmitgliedDetlef GranzowFußball-Regionalliga:TSG und Greif bieten ein Spektakel. Morgen reisen die Neustrelitzer nach Magdeburg, die ...

Von unserem Redaktionsmitglied
Detlef Granzow

Fußball-Regionalliga:
TSG und Greif bieten ein Spektakel. Morgen reisen die Neustrelitzer nach Magdeburg, die Torgelower empfangen die Hertha-Reserve.

Neustrelitz/Torgelow.Fußballspiele zwischen der TSG Neustrelitz und Greif Torgelow haben immer etwas Besonderes, aber das jüngste Regionalliga-Punktspiel hat noch einmal alles getoppt. Nach 0:2-Führung der Greifen drehten die Residenzstädter die Partie noch komplett und gewannen praktisch mit dem Schlusspfiff 3:2.
Dramatik pur. Für die TSG bedeutet dieser Sieg, dass man morgen zu einer „Genussreise“ in die moderne Magdeburger Arena (Anstoß 13.30 Uhr) aufbrechen kann. Mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage aus den fünf Liga-Spielen 2013 steht das Team von Rastislav Hodul auf der Sonnenseite.
Anders die Greifen: Das Derby hätte zu einer Art
Initialzündung für die Aufholjagd des Tabellenletzten werden können. „Wir hatten für dieses Spiel einen guten Plan, einen, mit dem der Gegner nicht gerechnet hatte“, fand Trainer Danny König in der Niederlage Worte des Lobes für sein Team: „Das war richtig gut gearbeitet, wir haben nicht zu Unrecht geführt.“ Harte Kritik richtete sich an Schiedsrichter Rene Rohde, der zwei Elfmeter gegen Greif gepfiffen hatte. Selbst neutrale Beobachter empfanden den zweiten als einen „Witz“. Richtig aber auch: Greif hatte Minuten vor dem ersten Elfmeterpfiff durch Daniel Pankau die Doppelchance zum 3:0 – dann wäre der Drops gelutscht – Elfmeter hin, Elfmeter her. Dennoch: Die Art und Weise, wie die Torgelower im Derby aufgetreten sind, sollte mitgenommen werden in die jetzt folgenden beiden Heimspiele. Morgen (13.30 Uhr) kommt Hertha BSC II in die Gießerei-Arena. Die Vorpommern stehen weiter mit dem Rücken zur Wand. Ein Sieg ist Pflicht – aber das Derby hat gezeigt: Die Greifen leben noch! „Wir haben gegen die TSG, die wahrlich keine Laufkundschaft ist, gesehen, dass es funktionieren kann. Das müssen wir gegen Hertha genau so machen: 90 Minuten konzentriert und leidenschaftlich agieren“, so König.
Dessen Amtsbruder TSG-Trainer Rastislav Hodul wollte die Schiri-Entscheidungen nicht als alleinige Botschaft aus dem Spiel stehen lassen: „Meine Jungs haben einen Wahnsinns-Schlussspurt hingelegt. Bis zum Abpfiff haben sie Einsatz und Moral gezeigt.“
Mit der Erfolgsserie im Rücken wollen die Neustrelitzer jetzt auch gegen die großen Namen der Liga Magdeburg und Jena etwas reißen.