Staatsschutz ermittelt weiter gegen Rechte:

Namensliste von Flüchtlingshelfern verschwunden

Nachdem der Nordkurier über die von Rechten ins Netz gestellten Namen von Flüchtlingshelfern berichtete, wurde die Facebook-Seite zunächst gelöscht. Um urplötzlich wieder aufzutauchen - ohne Namensliste.

Auch wenn die Namensliste gelöscht wurde, die Polizei hat den Post gespeichert.
Patrick Pleul Auch wenn die Namensliste gelöscht wurde, die Polizei hat den Post gespeichert.

Verschwunden. Gelöscht. Einfach weg. Die rechtsextreme Gruppe aus Waren, die eine Liste mit Namen von Flüchtlingshelfern veröffentlichte, hat ihre Facebook-Seite am Wochenende aus dem Netz genommen. Mehrere Tage lang standen die Namen von Politikern, Journalisten, Sozialarbeitern, Künstlern, Autoren, privat Engagierten, Vereinen, Pastoren und einer ganzen Schule online - alles Menschen, die sich für Flüchtlinge und Asylpolitik engagieren.

Am Montagnachmittag tauchte die Seite wieder auf. Komplett leergeräumt und ohne Namensliste. Doch das wird den stadtbekannten Neonazis nichts nützen, denn Polizei und Staatsschutz ermitteln weiter, informierte Polizeipräsidiumssprecherin Nicole Buchfink auf Nachfrage. Man prüfe nun, ob die Seitenbetreiber rechtlich belangt werden können. „Noch liegt kein Ergebnis vor. Uns ist bekannt, dass besagte Liste gelöscht wurde. Das ändert aber nichts an den Ermittlungen“, sagt sie. Die Daten aus dem Internet seien von der Polizei gesichert worden. So ist es nach wie vor möglich, Anzeige zu erstatten, heißt es.

Weiterführende Links