Personeller Tiefschlag für Waren:

Nein zum Joo! Jugendzentrum ohne Leitung

Die seit Eröffnung des Joo schwelenden Personalprobleme haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Joy Müller, Leiterin des Jugendzentrums, hat gekündigt. Wie geht es jetzt weiter?

Da war die Welt noch in Ordnung: Joy Müller (rechts) mit Silke Jablowsky (Mitte) und Nadine Julitz (Vorsitzende des Jugendausschusses in Waren) in der Kuschelecke des Joo.
Andreas Becker Da war die Welt noch in Ordnung: Joy Müller (rechts) mit Silke Jablowsky (Mitte) und Nadine Julitz (Vorsitzende des Jugendausschusses in Waren) in der Kuschelecke des Joo.

Sie war von Beginn an dabei, galt als Konstante im Personalkarussell des Joo. Doch nun hat Joy Müller überraschend gekündigt. "Aus persönlichen Gründen", sagte Steffi Schabbel, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Zum Jahresende wird Müller das Jugendzentrum verlassen. "Eine Nachfolgeregelung gibt es noch nicht", betonte Schabbel.

Aus den Rathausfluren macht der Name von Silke Jablowsky die Runde - sie ist bereits seit Jahren in der Jugendarbeit Warens aktiv. Aktuell sind neben Müller noch zwei Fachkräfte sowie ein so genannter Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) tätig. Eine Mitarbeiterin fehlt bereits seit längerer Zeit krankheitsbedingt.

In den vergangenen Monaten war die Personalfluktuation sehr hoch, immer wieder musste das Jugendzentrum mit einer Notbesetzung arbeiten. Zwischenzeitlich musste die Einrichtung sogar für 14 Tage geschlossen werden. Das Jugendzentrum ist in Waren in den vergangenen Jahren zu einem Politikum geworden. Fünf Jahre hatte es gedauert, ehe sich Politik und Verwaltung auf Konzept und Standort für das Joo geeinigt hatten. Finanziert wurde das Joo durch eine großzügige 2,5 Millionen-Euro-Spritze von Mäzen Jost Reinhold.

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