Projekt der Wohnungsgenossenschaft Waren:

Neues Wohngebiet in Nähe der Altstadt geplant

Reihenhäuser und Doppelhaushälften zu bauen, das gehört zur Zukunftsmusik der Warener Wohnungsgenossenschaft (WWG). Gegenwärtig plant sie ein neues Wohngebiet in Altstadtnähe, in dem ab Frühjahr 2017 die Bagger anrollen sollen. Monika Jacobs fragte beim Vorstandsvorsitzenden Mike Albrecht nach, was denn 2015 noch so anliegt im Mieterinteresse.

Ein Hingucker ist die Giebelgestaltung an diesem Wohnhaus in der Mecklenburger Straße. Im vorigen Jahr wurden in einem ersten Abschnitt sechs Blöcke farblich neu gestaltet. Foto: Monika Jacobs
Monika Jacobs Ein Hingucker ist die Giebelgestaltung an diesem Wohnhaus in der Mecklenburger Straße. Im vorigen Jahr wurden in einem ersten Abschnitt sechs Blöcke farblich neu gestaltet. Foto: Monika Jacobs

Ein Jubiläum sorgte im Vorjahr für eine Reihe von Höhepunkten. Die Warener Wohnungsgenossenschaft feierte ihr 60-jähriges Jubiläum. Wird es in diesem Jahr ruhiger?

Ich denke nicht, denn es gibt viel zu tun. Gern erinnere ich mich an die Festveranstaltung zum Jubiläum, auf der wir beispielsweise unseren ältesten Mieter, den 97-jährigen Otto Janzen begrüßen konnten. Aber auch die Gespräche mit den Mitgliedern der Vertreterversammlung, der Vorstände und mit ehemaligen Mitarbeitern brachten viel Schwung.

Grünes Licht gab es von der Stadtvertretung Waren für ein neues Projekt, das Sie langfristig angehen möchten...

Ja, wir können ein Grundstück in Nähe der Altstadt kaufen, für das das Planungsbüro IGN  den B-Plan erarbeitet. Auf einer Fläche von 7600 Quadratmetern soll ein neues Wohngebiet entstehen, das für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv ist. Wir denken an 60 Wohnungen und hoffen, damit im Frühjahr 2017 starten zu können.

Gibt es dort nicht Schwierigkeiten mit dem Baugrund?

Ein Gutachten sagt aus, dass der tragfähige Baugrund erst ab sechs Meter beginnt. Das heißt, dass für die Wohnhäuser Pfahlbauten notwendig werden. Insgesamt planen wir eine Bauzeit bis 2025 ein und sprechen von Baukosten in Höhe von ca. 10 Millionen Euro.

Lohnt sich so ein Aufwand?

Auf jeden Fall. Der Bedarf ist einfach da. Für eine gute Wohnung sind die Mieter heute bereit, mehr Geld auszugeben. Ermutigt werden wir zudem von der steigenden Einwohnerzahl in Waren, die uns zum Beispiel Null Leerstand beschert.

Was steht in diesem Jahr noch so an?

Auf Grundlage des beschlossenen Wirtschaftsplanes investieren wir 2,5 Millionen Euro in Instandsetzung und Modernisierung. Zum Bestand zählen immerhin 1600 Wohnungen. Zuschüsse vom Landesförderinstitut ermöglichen den Einbau von fünf Personenaufzügen an Wohnhäusern auf dem Stauffenbergplatz sowie auf dem Papenberg. Dieses Angebot kann sich die WWG nicht entgehen lassen, zumal damit Mieterwünsche erfüllt werden. In der Vergangenheit wurden schon 30 Lifte nachgerüstet. Diese Modernisierung kommt älteren und jungen Leuten zugute.

Welche Wünsche haben Ihre Mieter denn noch so?

An die 100 Anträge liegen vor für Balkonverglasungen. 20 davon wollen wir jährlich abarbeiten und so dazu beitragen, das die Mieter ein Wintergartenfeeling genießen können. Aber auch Badsanierungen, neue Fußbödenbeläge und Fliesen stehen auf der Liste. In einem zweiten Bauabschnitt werden weitere drei Wohnblöcke auf dem Papenberg mit einer neuen freundlichen Fassade versehen. Die Wohnungsvermietung ist zwar das Kerngeschäft, die WWG kümmert sich aber auch um soziale Belange. Dazu trägt der Verein „In Geborgenheit leben“ bei, der in diesem Jahr Fahrten zur Neubrandenburger Philharmonie, nach Ribnitz-Damgarten und zum Marschmusikfestival nach Berlin geplant hat. Zwei Mitarbeiter sind Ansprechpartner im Roten Haus, das Angebote von Handarbeit über Fotokurs bis zu Wanderungen zu bieten hat.

Und was ist mit den kleinen Mietern?

Die werden nicht vergessen und schon nach der Geburt mit einem Windelgutschein bedacht. Und dann gibt es da noch den Kinderbonus für Familien bis zu 26 Jahren. Haben sie eine Wohnung in der 5. oder 6. Etage, ersparen wir ihnen die Miete für  eines der Kinderzimmer.

Warum konnte die WWG eigentlich noch keinen Sanierungspreis der Stadt ergattern?

Weil es in unserem Bestand keine alten Häuser gibt, die aufgemöbelt werden müssen. Wir leisten mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu, dass Waren weiter auf blüht und über den Tellerrand hinaus noch bekannter wird.

Man merkt Ihnen an, dass die Arbeit Freude bereitet...

Das ist richtig. Heißt aber nicht, dass es bei uns keine Probleme gibt. So bereiten uns beispielsweise immer weiter steigende Energiepreise, welche am Ende von den Mietern getragen werden müssen, sowie schon fast nicht mehr bezahlbare Forderungen der neuen Energiesparverordnung Sorgen. Aber diese Hürden haben alle Wohnungsunternehmen zu meistern. In vielen gemeinsamen Beratungen mit den „Kollegen“ wird versucht, diese Fragen zu lösen.

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