Hotelchefin wundert sich noch heute:

Niemand bemerkte den Einbruch

Späte Gerechtigkeit: Die mutmaßlichen Täter, die vor knapp drei Jahren in Hotels und Pensionen der Region für Unruhe sorgten, müssen sich jetzt vor Gericht verantworten. In Röbel erinnert man sich noch zu gut daran.

Die Einbrecher hatten es vor allem auf Bargeld abgesehen. Foto: Jens Wolf
Jens Wolf Die Einbrecher hatten es vor allem auf Bargeld abgesehen.

Röbel. Sofort fällt der Chefin des Hotels „Seelust“ in Röbel, Antje Gromodka, ein, was am 17. Oktober 2010 passiert ist. Obwohl der Tag schon fast drei Jahre zurück liegt, muss die resolute Inhaberin keine Sekunde überlegen: „An dem Tag ist unser Hotel von Einbrechern heimgesucht worden.“ Die Täter, schüttelt sie immer noch mit dem Kopf, haben großen Schaden angerichtet und eine hohe fünfstellige Summe gestohlen. „Sogar einen kleinen Tresor aufgebrochen und, weil darin der Schlüssel zum großen Geldschrank in meinem Büro lag, auch diesen noch ausgeraubt.“ Ein Sonnabend sei es gewesen, weiß die Chefin auch noch, weil am Freitag niemand mehr die Tageseinnahmen zur Bank gebracht hat. „Aber wer rechnet auch mit solcher Unverfrorenheit.“

Das muss bestraft werden. Am Mittwoch verhandelt die Große Strafkammer des Landgerichtes Neubrandenburg gegen sieben Verdächtige, die auch des Einbruchs in dem Röbeler Hotel angeklagt sind. Als Bande sollen die Verdächtigen neben zahlreichen anderen Hotels und Pensionen im Herbst 2010 auch das Landhotel „Zum Himmel“ in Bollewick ausgeraubt haben. Auf schweren Bandendiebstahl stehen Freiheitsstrafen zwischen einem und 15 Jahren.

Die sollen richtig büßen, so die Hotelchefin Antje Gromodka, die immer noch sauer über die damaligen Schäden ist. Und sich auch heute noch wundert, dass keiner der Hotelgäste etwas gehört hat. Erst als die erste Mitarbeiterin zur Frühschicht eintraf, sind die Ganoven geflüchtet. „Die Kollegin hat die sogar noch gesehen. Die wollten einen Tag vorher bei uns Zimmer buchen.“ Die Mitarbeiterin müsse auch in der nächsten Woche vor Gericht als Zeugin aussagen, so die Röbelerin weiter. Vor vier Wochen sei ihr Haus erneut die Zielscheibe von Einbrechern geworden, sagt Antje Gromodka sauer. Gott sei Dank hätten  jene  aber nur 50 Euro keine Beute machen können.

Möglicherweise zählen jene Unbekannten zu den Tätern, die seit Mai Hotels und Pensionen in der Müritzregion unsicher machen. Die Kriminalpolizeiinspektion in Neubrandenburg hat die Ermittlungen der Straftaten übernommen (der Nordkurier berichtete). Noch aber gebe es keine heiße Spur, so eine Sprecherin auf Nachfrage.

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