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Noch immer kein Urteil im Hundeschützen-Prozess

Der Prozess gegen einen Jäger aus Groß Plasten, der einen frei laufenden Hund erschossen hat, ist am Mittwoch vorm Warener Amtsgericht um einen weiteren Prozesstag verlängert worden.

Die Bärenhündin Strudel war nach Angaben ihrer Besitzer zutraulich und ein toller Spielkamerad für die Kinder auf dem Erlebnisbauernhof der Familie Kosin. Das Tier wurde einem Jäger erschossen. Er rechtfertigte den Schuss mit der Begründung, das Tier habe gewildert.
Sabine Kosin Die Bärenhündin Strudel war nach Angaben ihrer Besitzer zutraulich und ein toller Spielkamerad für die Kinder auf dem Erlebnisbauernhof der Familie Kosin. Das Tier wurde einem Jäger erschossen. Er rechtfertigte den Schuss mit der Begründung, das Tier habe gewildert.

Im Prozess gegen den sogenannten "Strudel-Schützen" ist es am Mittwoch vor dem Warener Amtsgericht zu einigen neuen Erkennntnissen für das Gericht gekommen. Daraufhin hat Richter Manfred Thimontz für den 5. April einen dritten Prozesstag anberaumt. Am Mittwoch waren die drei Bewirtschafter des Jagdgebietes, auf dem der Angeklagte, ein 60-Jähriger Jäger aus Groß Plasten die 14 Monate junge Bärenhündin Strudel auf freiem Feld erschossen hat, als Zeugen vernommen worden. Ihre Aussagen deckten sich nicht mit denen des Angeklagten.

Unstimmigkeiten gab es auch im Zusammenhang mit der Jagdberechtigung des Strudel-Schützen. Im vollen Gerichtssaal hatte das Publikum Anteil an dem Prozess genommen. Im vergangenen Sommer hatte der Angeklagte die Hündin aus Schloen erschossen, weil er sie frei laufend und wildernd in seinem Revier entdeckt habe. Der Eigentümer der Hündin hatte den Jäger daraufhin angezeigt. Der Prozess hat deutschlandweit Aufsehen bei Tierschützern und Jägern gleichermaßen erregt.

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