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Nölke-Pleite: Es geht um die Wurst

Es gilt zu retten, was es noch zu retten gibt: Nach der Info, dass die Wurst-Fabrik Nölke bald geschlossen wird, arbeitet die Stadt Waren nun mit Hochdruck daran, das für die Noch-Beschäftigten eine Lösung gefunden wird.

Wie weiter? Die Mitarbeiter des Unternehmens können auf eine Transfergesellschaft hoffen. Wie die finanziert wird, ist allerdings noch unklar.
Winfried Wagner Wie weiter? Die Mitarbeiter des Unternehmens können auf eine Transfergesellschaft hoffen. Wie die finanziert wird, ist allerdings noch unklar.

Der erste Schritt ist gemacht: Nach der angekündigten Schließung des Wurst-Betriebes Nölke, kam es am Montagmorgen zum Krisengipfel im Warener Rathaus. Dabei: Warens Bürgermeister Norbert Möller, Axel Knau, Geschäftsführer der Zur-Mühlen-Gruppe sowie Thomas Besse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Neubrandenburger Agentur für Arbeit. Der Zur-Mühlen-Gruppe gehört der Warener Betrieb. Der Standort soll zum Sommer geschlossen werden. 

"Gemeinsam mit der Arbeitsagentur wollten wir ausloten, inwieweit das Unternehmen bereit ist, sich an einer Transfergesellschaft zu beteiligen", teilte Bürgermeister Norbert Möller mit. Im Unternehmen sollen dafür derzeit die juristischen Prüfungen laufen, fügt Warens Stadtoberhaupt hinzu. Der Knackpunkt: Seit diesem Jahr müssen sich jeweils zur Hälfte das Unternehmen und zur anderen Hälfte die Agentur für Arbeit an den Kosten für eine Transfergesellschaft beteiligen. Bis Ende 2014 gab es noch eine EU-Förderung für Qualifizierungsmaßnahmen innerhalb einer Transfergesellschaft. Die fällt seit diesem Jahr weg.

Die Stadt Waren will nun versuchen, beim Land Fördermittel zu erhalten, um damit dem Unternehmen bei einer möglichen Transfergesellschaft unter die Arme greifen zu können. Mit der Schließung des Nölke-Standortes in Waren werden weit über 100 Menschen arbeitslos.