Radikal beschnitten:

Nun steht wirklich eine Trauerweide am Hafen

Ein Baum ist das für Gerd Musyal nicht mehr. Dabei soll die Trauerweide am Malchower Hafen gerade noch ein imposanter Anblick gewesen sein. Was ist da passiert?

Nur noch kahle Äste ragen bei dem Baum am Malchower Hafen in den Sommer-Himmel. Ein Anblick, der Inselstädtern gar nicht gefällt. Sein Kollege hatte da mehr Glück.
Carina Göls Nur noch kahle Äste ragen bei dem Baum am Malchower Hafen in den Sommer-Himmel. Ein Anblick, der Inselstädtern gar nicht gefällt. Sein Kollege hatte da mehr Glück.

Schatten wird man unter ihr vorerst nicht mehr finden. Die alte Trauerweide am Malchower Stadthafen kann kein einziges Blatt vorweisen. Dabei hatte sie gerade so schön gegrünt. Um so aufgebrachter ist unser Leser Gerd Musyal. Er traute seinen Augen nicht, als er jetzt den beschnittenen Baum sah und rief seine Heimatzeitung an: „Das ist doch nur noch ein Gerüst und kein Baum mehr. Das sieht fürchterlich aus. Und das finden auch andere Malchower“, sagt er. Der Baum sei nach seiner Einschätzung völlig gesund gewesen. Als Tischlermeister habe er Ahnung von Holz. Der Ur-Malchower ist entsetzt und möchte wissen, wer dem Baum und dem Hafen-Bild das angetan hat.

Beim Bürgerservice der Inselstadt redet Leiterin Konstanze Kunze Klartext: „Dieser Baum wurde zurück geschnitten. Reduziert bis auf seine alten Schnittstellen von vor einigen Jahren. Das muss regelmäßig geschehen damit sich der Baum gut entwickeln kann. Es war keine Maßnahme der Verkehrssicherung.“ Gleichzeitig verstehe sie, dass der Anblick im ersten Moment etwas radikal rüberkäme. „Aber das wird bald nicht mehr zu sehen sein, wenn der Baum neu austreibt“.

Auf Kritik, dass der Rückschnitt im Juni mit Blick auf den Saft im Baum und eventuelle Vogelnester vielleicht nicht der günstigste Zeitpunkt sei, argumentiert sie: „Wir haben derlei Arbeiten einer regionalen Fachfirma überlassen. Die werden beurteilen können, ob es gut ist, den Baum um diese Zeit zu beschneiden. Nach meinem Wissen, war es der Firma nicht eher möglich, besagten Baum in Angriff zu nehmen."

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