Umbau an der Abfahrt:

Nun wird auch neben der A 19-Brücke gebaut

Die Abfahrt Waren an der A 19 soll ab der kommenden Woche umfassend modernisiert werden. Droht damit eine neue Staufalle? Das Ministerium geht vorerst nicht davon aus.

Millionenprojekt im Straßenbau: Der Neubau der Petersdorfer Autobahn-Brücke soll 28 Millionen Euro kosten. Für die Umbauten der Nebenstraßen sind weitere 14 Millionen Euro eingeplant.
Udo Roll Millionenprojekt im Straßenbau: Der Neubau der Petersdorfer Autobahn-Brücke soll 28 Millionen Euro kosten. Für die Umbauten der Nebenstraßen sind weitere 14 Millionen Euro eingeplant.

An der Autobahn 19 wird am Montag mit dem umfangreichen Umbau der Anschlussstelle Waren begonnen. Zunächst würden vorbereitende Erdarbeiten abseits der Fahrbahn ausgeführt, teilte Steffen Wehner, Sprecher des Verkehrsministeriums, auf Anfrage des Nordkurier mit.

Die Anschlussstelle zur Autobahn soll im Zuge der Sanierung der Petersdorfer Brücke modernisiert werden. Durch den Ersatzneubau der Brücke ändere sich die Höhenlage der Autobahn, die Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle müssten daran angepasst werden, erklärte der Ministeriumssprecher. Die Auffahrt werde aber nicht gesperrt. Mit Verkehrseinschränkungen sei vorerst nicht zu rechnen.

Keine Sperrung an der Abfahrt

Neugebaut werden soll auch die Brücke, die als Teilstück der Bundesstraße 192 über die A 19 führt. Um den Verkehr nicht einzuschränken, werde zunächst eine Behelfsüberführung errichtet. Die Anschlussstelle Waren soll während der gesamten Bauarbeiten in Betrieb bleiben. Einen konkreten Zeitplan konnte der Ministeriumssprecher aber noch nicht nennen.

Die Petersdorfer Autobahnbrücke ist wegen starker Schäden seit April in Richtung Norden für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Experten hatten nach Schweißarbeiten Schäden an der Metallkonstruktion der Teilbrücke nach Norden festgestellt. Die Arbeiten, um die Schäden zu beheben, seien derzeit in vollem Gange, teilte der Ministeriumssprecher weiter mit. Spezialisten wollen die beschädigte Teilbrücke wieder stabilisieren, um den Bauablauf zu sichern.

28 Millionen, 2018 fertig

Dafür müssen aber zunächst die über 200 Verstärkungsplatten wieder abgenommen werden. „Das ist eine sehr aufwendig Angelegenheit“, erklärte Wehner. Bei der Demontage müsse darauf geachtet werden, die Konstruktion nicht noch weiter zu beschädigen. Die Brückensperrung soll zunächst bis Herbst dauern. „Unser Ziel ist nach wie vor, mit dem Neubau im September zu beginnen“, betonte Wehner.

Die Gesamtsanierung der Brücke, die in den 1970er Jahren errichtet wurde, ist ein Mammutprojekt. Für die vom Bund bezahlte Erneuerung sind etwa 28 Millionen Euro eingeplant, für den Um- und Ausbau der Anschlussstraßen sind weitere 14 Millionen Euro kalkuliert. Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen wird nun 2018 gerechnet.