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Ohne Wahlhelfer läuft an den Urnen gar nichts

Wenn am Sonntag die Bundestags- und Bürgermeisterwahlen in Waren, Penzlin und Rechlin anstehen, dann ist das auch der Tag der Wahlhelfer. Ohne sie wäre ein Urnengang unmöglich. Doch immer Freiwillige dafür zu finden, ist gar nicht so leicht.

Florian Strübing, Mitarbeiter im Röbeler Meldeamt, hat gemeinsam mit seinen Kollegen viel zu tun für die Vorbereitung des Wahl-Sonntags.
Petra Konermann Florian Strübing, Mitarbeiter im Röbeler Meldeamt, hat gemeinsam mit seinen Kollegen viel zu tun für die Vorbereitung des Wahl-Sonntags.

Trotz der Aufrufe sogar unter Gymnasiasten – von alleine ist in Röbel keiner auf die Idee gekommen, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. „Das ist leider so“, hat Röbels Hauptamtsleiterin Meike Hennings festgestellt. Dabei mussten besonders viele Wahllokale besetzt werden – schließlich ist das Amt das größte in Mecklenburg-Vorpommern. 24 Gemeinden gehören zum Amtsbereich, rund 10 000 Einwohner leben dort, etwa 200 Wahlhelfer werden benötigt, damit an den 34 Urnen im Amtsbereich alles wie am Schnürchen läuft.  Hauptamtsleiterin Hennings weiß: Direkte Ansprache ist immer noch das beste Mittel, um Helfer zu rekrutieren. „Wenn wir selbst mit den Menschen reden, dann sind viele bereit, sich auf das ‚Abenteuer‘ Wahl einzulassen“, meint die Hauptamtsleiterin. Und so sind mittlerweile alle Wahllokale besetzt, die Schulungen der freiwilligen Helfer über die Bühne gegangen.

Alle Hände voll zu tun mit der Briefwahl haben unterdessen die Mitarbeiter im Röbeler Meldeamt. Die Möglichkeit, schon zu wählen vor der eigentlichen Wahl, nehmen viel mehr Menschen in Anspruch als sonst. Waren es in Röbel in den Jahren zuvor zwischen 800 und 900 Briefwähler, so sind es in diesem Jahr bis vergangenen Freitag bereits über 1050. „Das wird sicherlich noch im Laufe der Woche sehr viel mehr werden“, schätzt Meike Hennings. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Wahllokale in Röbel bis 18 Uhr geöffnet sind und nicht wie bei der vergangenen Bürgermeisterwahl nur bis 16 Uhr. „Das war ein Pilotprojekt. Dieses Mal läuft wieder alles normal“, betont Meike Hennings.

Auch im Amt Malchow ist die Liste der rund 140 Wahlhelfer für die 16 Wahllokale bereits komplett. Thomas Neske, Sachbearbeiter Wahlen, konnte aus einem Pool an Freiwilligen schöpfen. „Sicherlich wird es auch bei uns immer schwieriger, Helfer zu finden, aber bis jetzt geht es noch“, meint Neske.