Staatsanwalt fordert fünfeinhalb Jahre Haft:

Oma-Gangster legt Geständnis ab

Im Prozess gegen einen 25-jährigen Mann, der ältere Damen nach dem Geldabheben beraubt haben soll, sind am Montag überraschend die Plädoyers gehalten worden. Der Angeklagte habe entgegen seiner Weigerung in der Vorwoche nun doch ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Die Staatsanwaltschaft, die dem Mann aus dem Kreis Ludwigslust-Parchim mehrfachen Raub, schweren Diebstahl und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vorwirft, forderte fünf Jahre und sechs Monate Haft.
ChaotiC_PhotographY - Fotolia.com Die Staatsanwaltschaft, die dem Mann aus dem Kreis Ludwigslust-Parchim mehrfachen Raub, schweren Diebstahl und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vorwirft, forderte fünf Jahre und sechs Monate Haft.

Mit einem Geständnis hat der Angeklagte vorm Landgericht Schwerin überrascht. Im Prozess gegen den 25-jährigen Mann, der ältere Damen in Röbel und Rechlin nach dem Geldabheben beraubt haben soll. Am Montag waren - eher als angekündigt - die Plädoyers gehalten worden. In der Vorwoche hatte der Angeklagte sich noch geweigert, sich zu den Anschuldigungen zu äußern. Durch seinen Sinneswandel habe er den bereits geladenen, zum Teil hochbetagten Opfern Aussagen vor Gericht erspart.

Täter ist kein Unbekannter für die Justiz

In acht Fällen soll der Mann im Juni in Schwerin und in Röbel und in Rechlin alten Frauen um Summen zwischen 750 und 1000 Euro gestohlen haben, die sie zuvor an Geldautomaten abgehoben hatten. Im Mai soll er zudem, ohne eine Fahrerlaubnis zu besitzen, mit einem Auto unterwegs gewesen sein. An einem unbeschrankten Bahnübergang übersah er einen Nahverkehrszug. Es kam zum Zusammenstoß. Zwei Kinder, die in seinem Auto mitfuhren, wurden dabei verletzt. Dafür soll dem Mann nach Meinung der Staatsanwaltschaft für fünf Jahre der Führerschein entzogen werden.

Die Staatsanwaltschaft, die dem Mann aus dem Kreis Ludwigslust-Parchim mehrfachen Raub, schweren Diebstahl und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vorwirft, forderte fünf Jahre und sechs Monate Haft. Sie blieb damit bei dem Strafmaß, das dem Mann bei einem Rechtsgespräch zum Prozessauftakt im Falle eines Geständnisses in Aussicht gestellt worden war. Die Verteidigung hält diese Strafe für zu hoch, machte selbst aber keine konkreten Angaben zur Haftdauer.

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