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Pflegeheim in Röbel nach Feuer evakuiert

Spektakulärer Feuerwehreinsatz in der Nacht zu Mittwoch in Röbel; Dort war im Diakonie-Pflegeheim in der Seebadstraße ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr brachte Anwohner mit einer Fluchtmaske in Sicherheit.
Stephan Radtke Die Feuerwehr brachte Anwohner mit einer Fluchtmaske in Sicherheit.

Die Rettungskräfte evakuierten aus dem stark verqualmten Flügel mit kleinen Apartments für betreutes Wohnen zehn Bewohner. Aus dem Hauptgebäude wurden 17 weitere Bewohner der unteren Etagen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehren konnten das örtlich begrenzte Feuer in einem Apartment schnell löschen. Vier Personen im Alter von 88,91,82 und 77 Jahren mussten mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung medizinisch behandelt werden. Die zwei Frauen und zwei Männer wurden in die umliegenden Krankenhäuser Plau und Waren transportiert. Zwei von ihnen können am Mittwochnachmittag das Krankenhaus wieder verlassen, so Torsten Ehlers von der Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie. Der größte Schaden entstand durch die erhebliche Rauchentwicklung. Die Heimleitung konnte Ausweichunterkünfte bereitstellen, um die Senioren schnell unterzubringen.

Schon am Mittwochnachmittag können die meisten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurück kehren, so Ehlers. Vier der insgesamt 27 Mietwohnungen seien für die nächsten drei bis vier Wochen allerdings nicht bewohnbar und müssen saniert werden. Darunter ist auch die Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Derzeit sind Brandursachenermittler der Polizei vor Ort. Es gilt zu klären, ob ein technischer Defekt oder fahrlässige Brandstiftung vorliegt. Der Bewohner, dessen Wohnung in Brand geriet, ist nach Angaben der Diakonie Nichtraucher.

Im Einsatz waren insgesamt 22 Rettungssanitäter und zwei Notärzte, sowie 61 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Röbel und der angrenzenden Gemeinden. Der derzeit geschätzte Schaden beträgt 12000 Euro.