Jana Schmidt bei den Paralympics :

Platz Sieben, aber im siebten Himmel

Sportlich läuft es für Jana Schmidt in Rio noch nicht rund. Dennoch hat sie einen Grund zur Freude.

Eine wichtige Kraftquelle: Jana Schmidt hatte ihren Ehemann beim Weitsprung-Wettkampf dabei.
Jana Schmidt Eine wichtige Kraftquelle: Jana Schmidt hatte ihren Ehemann beim Weitsprung-Wettkampf dabei.

Gut, dass endlich auch Andreas, der Mann von Paralympics-Sportlerin Jana Schmidt, in Rio de Janeiro bei den Wettkämpfen dabei ist. Als sie am Sonnabend im Weitsprung antrat, saß er im Stadion und drückte seiner Jana – wie so viele Verwandte und Freunde daheim – ganz fest die Daumen.

Die drahtige Sportlerin, die in dieser Disziplin auf Weltrangenlistenplatz vier liegt, hatte vor ihrem Flug nach Rio noch auf eine Bronzemedaille gehofft. Leider kam es nicht so, wie sie es sich gewünscht hatte. Jana Schmidt, die ein steifes rechtes Knie hat, belegte mit 3,53 Meter den siebenten Platz. „Das ist halt Sport“, schreibt sie aus Südamerika an den Nordkurier. „Der Fuß wollte nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich bin nach dem Weitsprung zu meinem Mann gegangen und war echt froh, dass er da war“, gibt sie einen Einblick in ihre Gefühlswelt.

Und dann? Ist Schluss!

Die Stimmung im Stadion habe sie dennoch genossen. „Die war echt klasse“, sagt die Sportlerin, die sich nun etwas ausruhen möchte. Um dann noch einmal durchzustarten: Am 17. September startet sie im 100-Meter-Lauf. „Den will ich nochmal im Stadion genießen“, sagt die Leichtathletin. Danach wolle sie den Leistungsport beenden. „Hoffentlich werden es zwei Läufe, also der Vor- und dann der Endlauf“, meint Schmidt.

Fest steht schon mal, dass Ehemann Andreas wieder die Daumen drücken und sie ganz fest in den Arm nehmen wird – ganz gleich auf welchem Platz sie landet.