Ortsumgehung, die Zweite:

Politischer Rückenwind für die Westspange

Die Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung“ hatte nie aufgegeben, Jürgen Seidel (CDU) im Dezember 2015 einen neuen Vorstoß gewagt und jetzt macht die Rathausspitze Druck – die Wiederbelebung der Ortsumgehung für Waren nimmt Fahrt auf. 

Die Warener sind lärmgeplagt, stimmten aber zunächst gegen die Ortsumgehung.
Thomas Türülümow. Die Warener sind lärmgeplagt, stimmten aber zunächst gegen die Ortsumgehung.

Offiziell möchte Bürgermeister Norbert Möller (SPD) erst im Februar im Stadtentwicklungsausschuss und in der Stadtvertretung informieren – nach Recherchen des Nordkurier laufen aber hinter den Kulissen bereits Bemühungen, „die Westspange doch noch in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen“. In dieser Woche waren Möller und Bauamtsleiter Dr. Gunther Lüdde im Straßenbauamt Neustrelitz, um dort weitere Schritte zu erörtern.

Die Westspange war eine von sechs Varianten, die im Zuge des Bürgervotums zur Ortsumgehung im September 2013 diskutiert worden war. Die Westspange führt – von Malchow auf der B 192 kommend – vor der Tankstelle nach Norden, am ÜAZ vorbei, in Richtung Warenshof und würde anschließend auf die B 108 (Teterower Straße) treffen. Von dort würde der Verkehr wieder zurück in Richtung Innenstadt laufen und in den Schweriner Damm münden.

Rückblickend auf das seinerzeitige Bürgervotum hatte Jürgen Seidel im Dezember ausgesprochen, was viele Bürger in Waren denken: „Wir haben damals doch gar nicht über eine Ortsumgehung abgestimmt. Wir haben über die Brücke über den Tiefwarensee abgestimmt. Das ist sehr unglücklich gelaufen – eigentlich kann doch kein Warener etwas gegen eine Ortsumgehung haben“, argumentiert Seidel. Zumal die Westspange mit 15 Millionen Euro eine relativ kostengünstige Variante darstelle. Seidel hatte angekündigt, seine Kontakte in die Landesregierung zu nutzen, um einen neuen Anlauf für die Westspange zu starten. Aus dem Warener Rathaus hieß es am Mittwoch, dass man einen Beratungstermin im Verkehrsministerium anstrebe.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung