Kein Spur von 62-jährigem Rentner:

Polizei bricht Suche nach Vermisstem ab

Sieben Tage nach dem Verschwinden eines 62-Jährigen kann die Polizei lediglich mitteilen: "Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft." Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte, wo noch gesucht werden könnte.

An der Suche nach dem 62-Jährigen beteiligten sich auch freiwillige Rettungskräfte mit Suchhunden.
Fabian Henke An der Suche nach dem 62-Jährigen beteiligten sich auch freiwillige Rettungskräfte mit Suchhunden.

Ein Hubschrauber mit Spezialkameras überflog mehrmals den Nationalpark. Auch freiwillige Rettungskräfte mit Spürhunden versuchten den seit einer Woche verschwundenen Gottfried T. ausfindig zu machen. Die Polizei rückte mit Fährtenhunde an. Doch nun gibt es offenbar kaum noch Hoffnung, dass der Mann am Leben sein könnte. "Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft, ihn aber leider nicht gefunden", teilte eine Polizeisprecherin sieben Tage nach dem Verschwinden des 62-Jährigen mit. Die Suche nach dem Mann aus dem Erzgebirge sei eingestellt worden. Es gebe keine Hinweise und Anhaltspunkte mehr, wo man nach dem Vermissten noch suchen könnte.

Der 62-Jährige stammt aus einer Betreuungseinrichtung der Diakonie in Marienburg und war mit einer Reisegruppe im "Haus der Begegnung" untergebracht. Er war nach Angaben der Polizei am Dienstag vor einer Woche gegen 13 Uhr aus seiner Unterkunft verschwunden - gegen 19 Uhr meldeten  die Betreuer ihren Schützling bei der Polizei als vermisst. In den Folgetagen wurde mehrfach nach dem 62-Jährigen gesucht. Suchtrupps aus mehreren Revieren, Rettungskräfte und Wasserschutzpolizei konzentrierten sich vor allem auf die Bereiche Ecktannen, Nationalpark und der Müritz. Doch ohne Erfolg. Der große Baumstand im Nationalpark habe die Suche vom Hubschrauber erschwert, sagte die Polizeisprecherin weiter. Aufgrund unterschiedlicher Hinweise zum möglichen Aufenthaltsort von Gottfried T. sei das Suchgebiet sehr groß gewesen.

Dritter Vermisstenfall in einem Monat

Der Fall werde nun weiter von der Kriminalpolizei bearbeitet, sagte die Polizeisprecherin weiter. Hinweise auf eine Straftat gebe es gegenwärtig nicht. Die Polizei nimmt Hinweise zu Gottfried T. unter der Telefonnummer 03991 1760 entgegen. Der Mann ist ungefähr 1,60 Meter groß. Bekleidet war er zuletzt mit einem dunkelblauem Poloshirt, einer schwarzen Freizeithose und schwarzen Turnschuhen.

Für die Polizei in Waren ist es bereits der dritte Vermisstenfall in diesem Monat. In Göhren-Lebbin wurde Anfang Juni ein 70 Jahre alter Urlauber, der frühmorgens sein Hotelzimmer verlassen hatte, nach 15 Stunden gefunden. Ein aufmerksames Ehepaar hatte den Mann an einem Golf-Club entdeckt. Er war stark dehydriert und wurde ins Klinikum nach Plau gebracht. Wenige Tage zuvor war ein Rentner aus Federow verschwunden. Nach 24 Stunden wurde er tot in einer Kiesgrube entdeckt. Die Polizei geht von einem Suizid aus.

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