Umwelt-Sünder:

Polizei entdeckt verschmutztes Seeufer

Verschmutztes Eis, illegal entsorgte Abfälle und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Viel zu tun für die Wasserschutzpolizei.

Die Wasserschutzpolizei war auf dem Petersdorfer See unterwegs und hat dort entdeckt, dass das Seeeis verdreckt wurde.
Roland Weihrauch Die Wasserschutzpolizei war auf dem Petersdorfer See unterwegs und hat dort entdeckt, dass das Seeeis verdreckt wurde.

Einer Gewässerverschmutzung sind die Warener Wasserschutzpolizisten am Petersdorfer See auf die Spur gekommen. Bei Kontrollen an der Petersdorfer Bootsschuppen-Anlage war den Beamten am Wochenende aufgefallen, dass dort zwei Tore eines Bootsschuppens einen Farbanstrich bekommen hatten. Bei den Malerarbeiten war offensichtlich eine braune, ölartige Flüssigkeit aufs Eis getropft. Die Beamten haben daraufhin gegen den Besitzer der Bootsbox ein Verfahren wegen Gewässerverunreinigung eingeleitet. 

Doch an der Petersdorfer Anlage haben die Beamten noch mehr bemerkt: Sie entdeckten an der Rückseite der Bootsschuppen eine Feuerstelle auf dem Eis. Dem Anschein nach war dort ein altes Holztor einer Bootsbox verbrannt worden, das mit einem Holzschutzanstrich versehen worden war. Auch hier haben die Polizisten ein Verfahren eingeleitet – wegen des Strafverdachts des unerlaubten Umgang mit Abfällen.

Verstöße beim Angeln

Damit nicht genug – den Wasserschutzpolizisten sind am Wochenende auch noch Angler ins „Netz“ gegangen, die sich nicht an geltende Gesetze gehalten hatten. Bei routinemäßigen Kontrollen von Eisanglern auf der Müritz bei Zielow und auf dem Müritzarm bei Priborn stellten die Beamten aus Waren zwei Verdächtige fest, die sich nun auf Strafverfahren wegen Fischwilderei und wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz einstellen müssen.

Denn die Angler hatte nach Polizeiangaben mehrere Anbissstellen im Eis installiert, obwohl pro Angler nur maximal drei erlaubt sind. Erschwerend kam hinzu, dass die Angler lebende Fischköder benutzt hatten. „Beide Angler sind im Besitz eines Angelscheins und eines Fischereischeins gewesen, sie hätten es besser wissen müssen“, sagte ein Polizeisprecher.

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