Vermisste Rentnerin aus Priborn:

Polizei rückt zur letzten Suchaktion aus

Einsatzkräfte der Polizei und freiwillige Helfer haben in den vergangenen Wochen täglich nach der vermissten Rentnerin aus Priborn gesucht. Ohne Ergebnis. Nun soll die Suche nach der 67-Jährigen eingestellt werden.

Bereitschaftspolizisten bereiten sich auf die Suche nach Gerda Wiese vor. Erst am Dienstag hatten 60 Beamte erneut ein Waldgebiet bei Priborn durchsucht.
Udo Roll Bereitschaftspolizisten bereiten sich auf die Suche nach Gerda Wiese vor. Erst am Dienstag hatten 60 Beamte erneut ein Waldgebiet bei Priborn durchsucht.

Die Polizei versucht am Mittwoch vorerst zum letzten Mal, die seit 17 Tagen vermisste Rentnerin aus Priborn aufzuspüren. Danach werde die Suche nach der 67 Jahre alten Frau vorläufig eingestellt, teilte eine Polizeisprecherin gegenüber dem Nordkurier mit. "Das ist sehr bedrückend. Aber wir haben derzeit keinerlei Anhaltspunkte, wo wir noch nach ihr suchen können", sagte die Sprecherin weiter. Die Ermittlungen in dem mysteriösem Fall würden aber weiterlaufen. 

In den vergangenen Wochen wurde ein Gebiet von rund 900 Hektar in und um Priborn durchsucht. Bereitschaftspolizisten durchkämmten nahezu täglich Wald- und Sumpfgebiete. Es wurden Spürhunde und ein Hubschrauber eingesetzt. Taucher hatten Teiche, Wasserlöcher und Ausläufer der Elde inspiziert. "Um ganz sicher zu gehen, wurden einige Sektoren auch mehrfach abgesucht", sagte die Polizeisprecherin. Doch ohne Ergebnis. Es gebe nach wie vor keine Spur von der Vermissten.

300 Personen und 30 Hinweise

Die Frau war Anfang Dezember plötzlich verschwunden. Die Frau hatte Kinder zum Sonntagsessen eingeladen, bevor sie an einem Samstag verschwand. Aufgrund der mysteriösen Umstände hält die Polizei auch ein Tötungsverbrechen für möglich. Die Beamten arbeiten weiter an dem Fall, versicherte die Sprecherin. "Er ist nicht abgeschlossen."

Die Ermittler haben bislang rund 300 Personen befragt und etwa 30 Hinweise ausgewertet. "Es war aber nichts zielführendes dabei", sagte sie. Zwar werde gegen zwei Personen ermittelt, es gelte aber die Unschuldvermutung. Derzeit würden noch bei den Suchaktionen gefundene Gegenstände auf Spuren untersucht. Sofern sich neue Anhaltspunkte ergeben oder konkrete Hinweise eingehen, werde die Suche umgehend wieder aufgenommen.

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