Sägewerk startet neu durch:

70 neue Arbeitsplätze in Malchow

Ein alter Bekannter kehrt nach Malchow zurück. Das einst geschlossene Laubholzsägewerk wird bald wieder eröffnet.

Bald rollen die Räder wieder im Malchower Pollmeier-Werk. Es soll im Frühjahr 2016 wieder eröffnet werden.
Petra Konermann Bald rollen die Räder wieder im Malchower Pollmeier-Werk. Es soll im Frühjahr 2016 wieder eröffnet werden.

Jetzt ist es amtlich: Das einst geschlossene Malchower Massiv-Holzsägewerk der Pollmeier-Gruppe öffnet im Frühjahr 2016 wieder seine Pforten. Das bestätigte auf Nordkurier-Nachfrage Ralf Perske, der vor der Werksschließung Betriebsleiter war und ab 1. Juli auch wieder sein wird. Denn schon in der nächsten Woche laufen die Vorbereitungsarbeiten an, damit das Werk mit dann rund 70 Mitarbeiter im nächsten Jahr eröffnen kann. "Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich losgeht. Vor allem für unsere Region ist es wichtig, dass Arbeitsplätze entstehen", sagte Ralf Perske. 

Als Grund für die Schließung der Fabrik war vor fünf Jahren auch der Mangel an genügend Holz aus dem Land angeführt worden. Rund 110 000 Festmeter Laubholz umfasste die mögliche Jahresproduktion in Malchow. Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern konnten zwischen 50 000 und 60 000 Festmeter liefern – also nur rund die Hälfte dessen, was in Malchow verarbeitet werden konnte. Es werde an logistischen Lösungen gearbeitet, wie genügend Holz an das Werk geliefert werden kann, so Perske.  Inzwischen ist die Nachfrage nach Laubholz weltweit wieder gestiegen. Das sei auch der Grund dafür, warum das Malchower Werk nach seiner Schließung im Jahr 2011 wieder aktiviert wird.

Pollmeier betreibt die größten Laubholzsägewerke Europas und ist Weltmarktführer für Buchenschnittholz. Malchow war im Jahr 2000 das zweite Sägewerk des Unternehmens in Deutschland. Weitere Sägewerke betreibt Pollmeier in Creuzburg und Aschaffenburg, außerdem Produktionsstandorte und Vertriebsbüros in München, den USA, China und Polen mit insgesamt rund 700 Mitarbeitern.