Nach vier Jahren Stillstand:

Pollmeier will Werk wieder öffnen

Im Laubholzschnitt-Werk Pollmeier in Malchow soll wieder gearbeitet werden. Die große Frage ist allerdings: wann?

Noch im Sommer 2011 wurde in Malchow produziert. Jetzt will Pollmeier das Werk wiederbeleben.
Petra Konermann Noch im Sommer 2011 wurde in Malchow produziert. Jetzt will Pollmeier das Werk wiederbeleben.

Diese Nachricht schlägt in Malchow sicherlich ein wie eine Bombe: Das einst stillgelegte Laubholzschnittwerk Pollmeier soll wieder Produktion aufnehmen. Gegenüber dem Nordkurier bestätigte das Ralf Perske, der als ehemaliger Malchower Betriebsleiter das Werk auch in seiner Ruhephase betreut hat. „Die Entscheidung für das Malchower Werk ist gefallen. Aber wir können heute nicht sagen, wann genau im Werk wieder losgelegt werden kann“, sagte er.

Denn inzwischen habe das Unternehmen am Stammsitz Creuzburg (Thüringen) ein weiteres Werk für rund 108 Millionen Euro errichtet. Darin wird sogenannte Baubuche verarbeitet. Die Produktion läuft bereits. „Es sind jedoch noch Optimierungen nötig, bei denen unsere Mitarbeiter eingebunden sind. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, dann können wir uns auf das Malchower Werk und seine Wiedereröffnung konzentrieren“, erklärt Ralf Perske, warum das Malchower Pollmeier-Werk noch in einer „Warteschleife“ stehe.

Das Werk braucht mehr Holz, als MV hat

2015 oder auch erst 2016, so die Planungen, soll das Werk im Gewerbegebiet wieder aus Bäumen Schnittholz produzieren. Unbestritten ist aber, dass die Nachfrage nach Laubholz weltweit gestiegen ist. Das sei auch der Grund dafür, warum das Malchower Werk nach seiner Schließung im Jahr 2011 doch wieder aktiviert werden soll. Laubholz werde derzeit im arabischen Raum, aber auch in den USA stark nachgefragt. „Dabei kommt uns natürlich der für Exporte günstige Dollar-Kurs zu gute“, so Perske weiter.

Als Grund für die Schließung der Fabrik war auch der Mangel an genügend Holz aus dem Land angeführt worden. Rund 110 000 Festmeter Laubholz umfasste die mögliche Jahresproduktion in Malchow. Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern konnten zwischen 50 000 und 60 000 Festmeter liefern – also nur rund die Hälfte dessen, was in Malchow verarbeitet werden konnte. „Es wird jetzt an logistischen Lösungen gearbeitet, wie wir nach der Eröffnung des Malchower Werkes genügend Laubholz bekommen“, erklärte Perske.

Er freue sich sehr, dass die Entscheidung der Unternehmensspitze zugunsten Malchows gefallen ist. „Wir sind ein produzierendes Gewerbe, das Arbeitsplätze bringt“, sagte er. Perske weiß, dass die Gerüchteküche in Sachen Pollmeier-Werk in den vergangenen Monaten heftig brodelte. „Es sind auch schon jede Menge Bewerbungen eingegangen“, bestätigte er.

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