Waren investiert Millionen und muss jetzt nachbessern lassen:

Posse um zu schmale Parkplätze

Es klingt wie ein kleines Stück Satire, ist aber bittere Realität: Vier Wochen nach der Freigabe der mit Millionenaufwand sanierten Kietzstraße wird schon wieder gebuddelt und gefräst. Der Grund klingt unglaublich.

Frisch saniert und jetzt doch schon wieder Baustelle: An der Kietzstraße muss nachgebessert werden.
Andreas Becker Frisch saniert und jetzt doch schon wieder Baustelle: An der Kietzstraße muss nachgebessert werden.

"Restarbeiten", schmunzelnd der Bauarbeiter an diesem herbstlichen Freitagmorgen im August. Mit Schleifmaschine und Spitzhacken ausgestattet, werden die schönen neuen Pflastersteine an der Kietzstraße von den Bauarbeitern wieder in ihre Einzelteile zerhämmert und zerlegt. "Der Parkstreifen ist zu schmal, da hat sich wohl jemand vermessen", ergänzt ein Bauarbeiterkollege.

Parkplätze zu schmal? Vermessen? In die Sanierung der Kietzstraße waren von Herbst vergangenen Jahres bis Ende Juni 2016 satte 1,2 Millionen Euro geflossen. Doch jetzt muss nachgebessert werden. Für viel Geld. "Das zahlt aber die ausführende Baufirma, dort liegt der Fehler", macht Steffi Schabbel, Pressesprecherin im Warener Rathaus, unmissverständlich deutlich. Also keine Steuergelder, die jetzt in die "Restarbeiten" investiert werden müssen.

Die fehlenden Zentimeter für den Parkplatz werden nun vom Radweg abgezwackt. Jenem Radweg, der nach Meinung vieler Warener eigentlich hätte gar nicht saniert werden müssen - weil er noch in gutem Zustand war. Die Posse um die Kietzstraße ist im übrigen nicht die erste bei diesem Bauvorhaben. Bereits zu Beginn der Sanierung im September 2015 hatte eine Baufirma aus Versehen gleich zu viel von der alten Straßendecke abgefräst. Seinerzeit musste der zu viel aufgebrochene Asphalt wieder fest gewalzt werden - um die Straße befahrbar zu machen.

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