Nach kurzer Zeit bereits mit Sicherheitsmängeln:

Potz Blitz: Ein Radweg bekommt schon Pickel!

Es mutet schon etwas merkwürdig an: Undefinierbare Beulen sprießen aus dem erst vor zwei Jahren eingeweihten Radweg Rechlin-Mirow. Inzwischen ist ein Teilstück gesperrt - und der Schuldige gefunden.

Selbst Fachleute, hier Straßenbauer Winfried Schweigel, sind beeindruckt: Wie bei einem kleinen Maulwurfhügel hebt sich der Asphalt empor.
Elke Enders Selbst Fachleute, hier Straßenbauer Winfried Schweigel, sind beeindruckt: Wie bei einem kleinen Maulwurfhügel hebt sich der Asphalt empor.

Gar nicht lange her, dass der neue Radweg auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen Rechlin und Mirow feierlich eröffnet wurde. Und da ist er auch schon wieder kaputt: Maulwurfhügelartige Aufwölbungen spicken die Asphaltpiste,. Der Weg verbindet die Tourismus-Regionen Rechlin und Mirow, und er ist Teil des Müritzrundweges, der im Sommer besonders stark frequentiert wird. Ganz gleich, ob zum „3 Königinnen Palais“ nach Mirow oder zum Luftfahrttechnischen Museum in Rechlin-Nord: Fahrradurlauber nutzen gern den straßenbegleitenden Pfad, der als besonders sicher gilt.

Doch das ungehinderte Radeln ist vorerst vorbei. In Höhe des Lärzer Flugplatzes waren die Huckel derart stark, dass sich fast fußballgroße Erhebungen im Asphalt zeigen. Rote Striche wiesen Radler schon auf die Behinderung hin. Direkt darüber zu rollen, gerade mit den immer mehr aufkommenden Elektro-Bikes, könnte selbst geübte Fahrer ins Straucheln bringen. So wurde die Radlerpiste an entsprechender Problemzone nun gesperrt. Per Hinweisschild werden die Nutzer ein Stück weit über die Kreisstraße geleitet. „Ja, wir haben die Sperrung veranlasst“, erklärte dazu Wolf-Dieter Ringguth (CDU), Bürgemeister der Gemeinde Rechlin, die auch Eigentümer der Strecke ist. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass von den Huckeln Gefahr ausgeht. Und auch die Ursache des Übels ist schon gefunden: „Es sind ganz vitaminreiche Büsche“, verweist Ringguth auf die wuchernden Sanddornsträucher, die in unmittelbarer Nähe stehen. Sie treiben so starke Wurzeln, dass der Asphalt angehoben und schließlich durchbohrt wird. Ein Verschulden der Baufirma sieht die Kommune jedenfalls nicht. Umso mehr hofft der Bürgermeister, dass sich der Landkreis an der Reparatur beteiligen wird. Ein fachliches Versäumnis sei dem Straßenbauamt Neustrelitz, das den Radweg-Bau federführend leitete, nicht vorzuwerfen, heißt es. Die Stärke der Tragdeckschicht entspreche den Vorgaben, legte Ringguth dar, dass keine Regressforderung aufzumachen sei.

 

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