10-Millionen-Euro-Anlage steht leer:

Praxistest: Können Schiffe an der Nordmole anlegen?

Die Stadt Waren hat ihren Hafen für zehn Millionen Euro aufgepeppt - Herz der neuen Anlage ist die Nordmole. Doch bisher ist diese verwaist. Die Schiffer halten die Nordmole für ungeeignet. Jetzt gab es ein Friedensgespräch.

Nicht zufrieden mit der Nordmole: Mario Ritter, Sirko Moderecker und Thomas Gräber (von links) von der Blau-Weißen-Flotte.
Andreas Becker Nicht zufrieden mit der Nordmole: Mario Ritter, Sirko Moderecker und Thomas Gräber (von links) von der Blau-Weißen-Flotte.

Die Positionen waren über Wochen verhärtet. Während die Betreiber der beiden großen Fahrgastschiffunternehmen die Nordmole umschifften und weiter an ihren alten Plätzen im Inneren des Hafens an- und ablegten, verlangte die Stadt von den Kapitänen, ihre Schiffe entsprechend auszurüsten, um die neue Anlage auch nutzen zu können. Hauptkritik der Fahrgastschiffer: Der Dalben, an dem die Schiffe festmachen sollten, sei zu weit von der Mole entfernt - Passagiere müssten mehrere Meter über eine bisher nicht vorhandene Brücke geführt werden. Eine für Schiff und Gäste nicht ungefährliche Angelegenheit, warnten die Kapitäne.

Nach einem Friedensgespräch am Dienstag bahnt sich eine Lösung des Konflikts an: Beide Parteien haben sich nach Auskunft von Stadtpressesprecherin Steffi Schabbel verständigt, einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin durchzuführen. Dabei soll geschaut werden, wann man ein Probeanlegemanöver machen könne, um den Streit mit einem Praxistest gegebenenfalls zu entschärfen. Eines aber machte Schabbel schon jetzt klar: "Die Nordmole ist zum Anlegen der Fahrgastschiffe geeignet."

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