Privater Busverkehr:

Experiment gescheitert - Seenplatte dreht Rad zurück

Kehrtwende im Busverkehr: Die Privatisierung des Müritzer Personenverkehrs soll bis 2016 rückgängig gemacht werden. Doch kann sich der klamme Landkreis den Rückkauf des Warener Kraftverkehrs überhaupt leisten?

37 Omnibusse fahren für das Warener Unternehmen pvm auf den Straßen des Landkreises und sollen dem auch bald wieder gehören.
Udo Zander 37 Omnibusse fahren für das Warener Unternehmen pvm auf den Straßen des Landkreises und sollen dem auch bald wieder gehören.

Ende eines bald zehnjährigen Versuchs: Am 31. Dezember 2016, so erfuhr der Nordkurier jetzt, soll das private Busunternehmen Personenverkehr Müritz GmbH (pvm) wieder in den Besitz des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte überführt sein. Seit 2006 gehörte die pvm zur Ostseeland Verkehr GmbH, einem Tochterunternehmen der Veolia, dem führenden privaten Nahverkehrsanbieter in Deutschland.

Der Warener Betrieb war seinerzeit die erste kommunale Busgesellschaft, die von einem privaten Unternehmen übernommen wurde. Für das Warener Kreistagsmitglied Michael Löffler (SPD) ein lange fälliger Schritt: "Der öffentliche Nahverkehr gehört auch in die öffentliche Hand." Die pvm soll dann in die kommunale Busgesellschaft des Kreises eingegliedert werden, der schon die Busunternehmen aus Neustrelitz und Demmin angehören.

Aber kann sich der klamme Kreis den Kauf überhaupt leisten? Laut Löffler ja. "In dem Unternehmem stecken so viele Fördergelder drin, so teuer wird das nicht werden."