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„Pro Ortsumgehung“ spürt Aufwind

Jürgen Seidel hat den Startschuss gegeben – jetzt betreten weitere Akteure das Spielfeld. Die wieder belebte Diskussion um eine Ortsumgehung nimmt in Waren Fahrt auf.

In Waren ist es zu laut. Doch die Bürger stimmten gegen eine Ortsumgehung. Nun kommt wieder Leben in die Diskussion.
Thomas Türülümow In Waren ist es zu laut. Doch die Bürger stimmten gegen eine Ortsumgehung. Nun kommt wieder Leben in die Diskussion.

Ein klein wenig ist ihm die Genugtuung anzusehen. „Fast drei Jahre haben wir die Abgeordneten getrieben, jetzt scheint das offenbar Wirkung zu zeigen“, schmunzelt Joachim Schmidt von der Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung“. Das Plädoyer des christdemokratischen Stadtvertreters Jürgen Seidel für eine Westspange hat den unermüdlichen Kämpfern der Bürgerinitiative sichtlich Aufwind gegeben. „Es ist gut, dass die Politik erkennt, dass es ohne Ortsumgehung nicht geht“, sagt Schmidt im Namen seiner Mitstreiter.

Zwar sei die von Seidel ins Spiel gebrachte Variante einer Westspange (von der Shell-Tankstelle in Waren-West über Warenshof zur Bundesstraße 108 mit anschließender Einmündung in den Schweriner Damm) nicht die perfekte Lösung – „aber immerhin ein Anfang“. Allerdings warnt die Bürgerinitiative vor einer verkleinerten Variante dieser Westspange. Hintergrund: Im Lärmaktionsplan II aus dem August 2014 ist auch von einer „umgehungsähnlichen Entlastungsstraße“ die Rede. Diese würde von der Shell-Tankstelle entlang der Bahntrasse Malchow-Waren unmittelbar hinter der Karl-Marx-Straße führen. „Damit würden die dortigen Anwohner extrem belastet. Das würde keinem helfen“, will Schmidt diesem Modell, das aktuell in Teilen der Politik vorsichtig diskutiert wird, einen Riegel vorschieben.