Seltener Badegast:

Quallen im Kölpinsee entdeckt

Nanu, was ist das denn? Quietschgrüne Geleekugeln können Badegästen gerade am Kölpinsee begegnen. Dahinter versteckt sich eine kleine Sensation.

Eine wahrhaft kleine Sensation schwimmt derzeit im Kölpinsee: Süßwasserquallen.
LK MSE Eine wahrhaft kleine Sensation schwimmt derzeit im Kölpinsee: Süßwasserquallen.

Igitt, was schwimmt denn da? Diese Frage mag sich mancher Badegast am Kölpinsee beim Anblick der quietschgrünen, gallertartigen Masse derzeit stellen. Und die Antwort ist höchst erstaunlich: Es sind tatsächlich Quallen! Die hat die Hygiene-Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte bei ihrer jüngsten Badewasser-Kontrolle im Kölpinsee in Waren und Klink entdeckt.

Doch keine Angst, das Amt für Gesundheit und Soziales von Mecklenburg-Vorpommern entwarnt: Es handelt sich nicht etwa um Feuerquallen oder ähnliche Schleim-Moster, wie man sie von der Ostsee kennt. Was da im Kölpinsee schwimmt, sind Süßwasserquallen. Harmlose dazu. Eine gesundheitliche Gefährdung geht von diesen Quallen nicht aus, versichert das Amt.

Etwas Besonderes sind sie dennoch, denn Süßwasserquallen (Craspedacusta sowerbii) kommen in unserem Land sehr selten vor. Bekannt ist, dass die Tierchen bei Wassertemperaturen über 22°C vermehrtes auftreten können, teilt Kreis-Pressesprecherin Heidrun Pergande mit. Die etwa zwei bis drei Zentimeter großen Quallen folgen ihrer Nahrung, verschiedenen Formen von Zooplankton, bis an die Wasseroberfläche. Sie gehören zu den Nesseltieren und wachsen ansonsten meist als bis zu zwei Millimeter große Polypen auf Steinen und Wasserpflanzen. Sie vermehren sich durch Knospung und kommen vor allem in nährstoffarmen Seen bei hohen Wassertemperaturen vor.

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