Irrungen und Wirrungen:

Rechlin und seine Baustellen

Ganz Rechlin ist eine Baustelle – nicht mehr lange: Die „Neue Mitte“ ist weitgehend fertig gestellt. Was noch fehlt, ist der Kreisel als Anbindung an die Kreisstraße nach Boek. Aber auch dafür gibt es genaue Zeitpläne.

Astrid und Peter Schulz sind zufrieden mit der neuen Straße Am Stadion. Sie hoffen, dass sich die Wohnqualität auch nicht verschlechtert, wenn der Kreisel gebaut und die Straße Durchgangsstraße ist.
Elke Enders Astrid und Peter Schulz sind zufrieden mit der neuen Straße Am Stadion. Sie hoffen, dass sich die Wohnqualität auch nicht verschlechtert, wenn der Kreisel gebaut und die Straße Durchgangsstraße ist.

Ein Kreisel hier, Linksabbiege-Spuren da: Wer die Bauerei rings um Rechlin beobachtet, kann schon mal leicht durcheinander geraten. Dennoch, alles gehe seinen Gang, verdeutlicht Bürgermeister Wolf-Dieter Ringguth (CDU), der gerade das Erreichen eines wichtigen Baustellen-Etappenzieles vermelden konnte: nämlich die Erneuerung der Straße Am Stadion.

Lange umstritten, ob sie zur Durchgangsstraße ausgebaut werden soll oder nicht, hat sich der Ärger augenscheinlich vorerst beruhigt. Der reine Straßenkörper ist fertiggestellt und zu Wochenbeginn abgenommen. „Ja, das gab zu Anfang mächtig Ärger mit dem Bauvorhaben“, sagte Peter Schulz, der seit 1997 Am Stadion wohnt. Mit der neuen Straße nun könne er gut leben. Nur dass der alte Spielplatz schon weichen musste, ohne, dass der versprochene neue steht, damit habe sein Enkel noch Probleme. Auch würden einige der neuen Straßenlampen noch nicht brennen.

Zwei Linksabbiegespuren an der Kreuzung Jollybrücke

Indes stellte Bürgermeister Ringguth klar, dass an der Kreuzung Jollybrücke zwei Linksabbiegespuren auf der Bundesstraße entstehen – etwas, was mit der Rechliner Bauerei nichts zu tun hat. Der besagte Kreisel dagegen ist als Anbindung der Straße Am Stadion an die Boeker Chaussee gedacht. Zugleich wird damit das Gewerbegebiet „Alter Holzplatz“ angeschlossen. Und hier gibt es gute Nachrichten. Mit der bevorstehenden Erschließung haben sich auch Interessenten gefunden, die sich hier ansiedeln. Lediglich 3000 bis 4000 Quadratmeter Fläche sind am „Holzplatz“ in der Mitte noch zu haben. Die übrige Fläche wird von einer Segelmacherei sowie einem Messeausstatter belegt – wobei um die 20 Arbeitsplätze entstehen sollen, wie Ringguth erklärte.

Im Gewerbegebiet „Ahornstraße“ ist derweil alles vergeben. „Alles verkauft“, informierte Ringguth, der schon an die Zukunft denkt. Nach Abzug der Bundeswehr soll das einstige Depot Gewerbeflächen zur Ansiedlung oder Erweiterung von Firmen bieten. Und wann wird der neue Kreisel gebaut? „So wie die Fördermittel da sind“, erläuterte Ringguth.

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